Finissage der Barbie-Ausstellung
Autor: Fränkischer Tag
, Dienstag, 08. Sept. 2026
Zur Finissage der Barbie-Ausstellung bewertete eine Gutachterin die Puppen der Besucher
Die Barbie-Ausstellung sollte nur noch eine halbe Stunde dauern, da näherte sich der international bekannten Gutachterin Bettina Dorfmann ihr ganz persönliches Highlight des Tages: eine Frau aus dem Raum Lichtenfels, die ihr zwei außergewöhnliche Barbies schenkte. Bericht von einer liebenswerten Finissage.
Seit dem 25. Januar sorgte die Barbie-Ausstellung im Stadtschloss für Staunen bei Besuchern. Am vergangenen Sonntag nun, nach 224 Tagen und über 1000 zahlenden Besuchern, fand sie ein Ende. Aber eines, das einen besonderen Programmpunkt aufwies. Mit der international anerkannten und renommierten Barbie-Sachverständigen Bettina Dorfmann, saß ab 14 Uhr jene Düsseldorferin an einem Tisch, die all die hochwertigen Sammlerstücke zur Verfügung stellte.
Doch dort saß sie oft nicht alleine, denn ihr gegenüber saßen Menschen, die ihr eigenes Spielzeug, vor allem aber ihre eigenen Barbies, mitgebracht hatten, um Schätzungen vornehmen zu lassen.
Die Barbie-Fachfrau
Und Dorfmann? Die Frau , die Sachbuchautorin zu Barbie ist, die als Sachverständige für den US-Weltkonzern Mattel arbeitet, eine „Puppen-Klinik“ betreibt und darüber hinaus den Guinness-Rekord bezüglich des Besitzes der meisten Barbie-Puppen (über 20.000) hält, nahm sich Zeit für Gespräche, hörte sich verspielte Kindheitserinnerungen an, teilte mit den zumeist weiblichen Besuchern die Faszination für eine Puppe , die mehr ist als nur eine Puppe .
Barbie begann 1952 eigentlich als Cartoon der Bild-Zeitung, wurde zur Puppe Bild-Lilli und schenkte der Mattel-Gründerin Ruth Handler 1956 anlässlich eines Schaufensterbummels durch Luzern ein Heureka-Erlebnis. Oder anders ausgedrückt: Dorfmann ist in einer Welt zu Hause, die Verknüpfungen zwischen Wirtschaftsgeschichte, Design, Gesellschaft und Zeitgeschehen bietet. Und jetzt?