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Langjährige Fußballfreunde geehrt


Autor: Dieter Radziej

Altenkunstadt, Freitag, 13. Dezember 2019

Der Jubiläumsabend in der Kordigasthalle bildete den würdigen Anlass, um langjährige und verdiente Fußballfreunde zu ehren. Der Bayerische Fußballverband und der Bayerische Landessportverband würdigte...
Der festliche Rahmen des Jubiläumsabends bot zugleich eine gute Gelegenheit für den 1. FC Altenkunstadt, um seine langjährigen und verdienten Mitglieder zu ehren.  Foto: Dieter Radziej


Der Jubiläumsabend in der Kordigasthalle bildete den würdigen Anlass, um langjährige und verdiente Fußballfreunde zu ehren. Der Bayerische Fußballverband und der Bayerische Landessportverband würdigten dabei ebenfalls die langjährige Vereinstätigkeit des Fußballclubs von Altenkunstadt und überreichten Ehrenurkunden.

Sterne und Erinnerungen

Die Dreifachturnhalle war liebevoll mit Weihnachtssternen in den Vereinsfarben geschmückt, überall waren Erinnerungen an den langen sportlichen Weg des 1. FC Altenkunstadt zu sehen, als FCA-Vorsitzender Dieter Radziej alle Ehrenmitglieder, Mitglieder, Trainer, Betreuer, Vereinsfunktionäre und Ehrengäste herzlich begrüßte. Er erinnerte in seinen einleitenden Worten daran, wie aus den einfachen Anfängen im Nachkriegsjahr 1919 ein erfolgreicher Fußballverein in Altenkunstadt entstand, der in der langen Zeit seines Bestehens alle Höhen und Tiefen meistern konnte.

Er dankte deshalb allen, die in den vergangen Jahren stets Einsatz, Idealismus und Opferbereitschaft für den Verein bewiesen haben recht herzlich. In den vielen Jahren seines Bestehens sei es dabei dem Verein gelungen, stellte Radziej fest, unzähligen jungen Menschen und allen Mitgliedern auch ein klein wenig soziale Geborgenheit zu vermitteln. Integration und Gemeinschaftsgeist seien ebenfalls die maßgeblichen Eckpfeiler der Vereinsaktivitäten eines der größten Ortsvereine von Altenkunstadt. Allen, die dazu beigetragen hatten, dankte der Vereinsvorsitzende am Jubiläumsabend mit herzlichen Worten, wobei er besondere Dankesworte auch an Ersten Bürgermeister Robert Hümmer, Zweiten Bürgermeister Georg Deuerling und die anwesenden Mitglieder des Gemeinderates richtete, nachdem die sporttreibenden Vereine in Altenkunstadt stets die Hallen und Sportanlagen kostenlos nutzen dürfen.

Die wichtigsten Etappen des Vereinslebens zeigte danach Zweiter Vorsitzender Johannes Oppel mit seinem geschichtlichen Rückblick auf, der beginnend im Gründungsjahr 1919, als sich eine "Schar von 30 Burschen" zusammenfand, um den Fußballclub in Altenkunstadt ins Leben zu rufen, begann. Verheißungsvoll nahm auch das sportlichen Geschehen seine Entwicklung, denn das erste Freundschaftsspiel am 6. Juni 1919 konnte gegen den TSV Marktzeuln II sogar 7:0 gewonnen werden. Mit bescheidenen Anfängen - Trikots, Bälle, Fußballschuhe und dergleichen mussten selbst angeschafft werden und es kam auch manchmal vor, dass mit dem Fahrrad oder dem Fuhrwerk zu den Auswärtsspielen gefahren wurde - begann die Entwicklung. Die Sportplatzfrage beschäftigte dabei ebenfalls die Vorstandsmitglieder und erst als der Spielbetrieb auf der sogenannten "Leikeim-Wiese" ausgetragen werden konnte ging es aufwärts.

Allerdings blieb der FCA auch von beiden Weltkriegen nicht verschont, Vereine wurden verboten, das Vermögen wieder einmal ein Opfer der Inflation und ständig beschäftige die Fragen "Wie soll es weitergehen beim Fußballverein von Altenkunstadt" die Mitglieder.

Wiederanfang

Die Gemeinde stand unter dem Einfluss der amerikanischen Besatzungsmacht und so bedurfte es erst der Übersetzung einer erarbeiteten Vereinssatzung ins Englische und dem Wohlwollen von Mayor Case, dass zumindest die sportlichen Betätigungen wieder aufgenommen werden konnten.

Bereits 1946 trat der 1. FC Altenkunstadt dem Bayerischen Landessportverband bei und die Mitgliederzahl hatte die Grenze von einhundert überschritten. Danach begann sich das Sportgeschehen wieder zu entwickeln. Bald ließen die ersten Meisterschaften nicht lange auf sich warten und vor allem in den Bezirksliga-Jahren hatte der Verein mit dem erfolgreichen Torschützenkönig Werner Bornschlegel eine "Hochphase". Der festliche Abend bot zudem Gelegenheit, dem langjährigen Schatzmeister Bernhard Vonbrunn und dem Platzwart Johann Pol zu danken. dr