Werkschau 2026 in der Kunstgalerie Marion Kotyba

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Die Bayreuther Künstlerin Brigitte Böhler vor ihren Werken.Marion Kotyba
Die Bayreuther Künstlerin Brigitte Böhler vor ihren Werken.Marion Kotyba

Die Stammkünstler der Kunstgalerie Marion Kotyba im Oberhacken 3 zeigen ihre Originale. Bei der Vernissage sagte Galeristin Marion Kotyba, die Werkschau sei keine Aneinanderreihung von Exponaten, sondern eine liebgewonnene Tradition, die im Jahr 2026 zum achten Mal stattfindet. Sie stelle ein Highlight im Galeriejahr dar.

Einmal im Jahr bringe sie die Originale der Künstlerinnen und Künstler zusammen, die das Gesicht, die Seele und das kreative Fundament der Kunstgalerie bilden. Es sei ein Fest der Vielfalt, des Austauschs und der künstlerischen Kraft.

In der Ausstellung sind folgende Künstlerinnen und Künstler vertreten: Brigitte Böhler und Christel Goller aus Bayreuth, Angelika Kandler Seegy und Ferdinand Oppl aus Nürnberg, Klaus Klein aus Bingen am Rhein, Assja Kurtz aus Köln, Natalia Simonenko aus Stuttgart und Marion Kotyba aua Kulmbach. Ergänzt wird die Werkschau mit Bronze Plastiken der verstorbenen Kulmbacher Kulturpreisträgerin Ursula Wolf.

Die gezeigten Arbeiten spannen einen weiten Bogen: von expressiver, farbgewaltiger Malerei über zarte landschaftliche Impressionen bis hin zu dreidimensionalen Skulpturen, die den Raum erobern. Jedes einzelne Werk sei ein Zeugnis einer individuellen künstlerischen Suche, ein Solitär – und doch bildeten sie in der Gesamtschau ein faszinierendes Mosaik der Gegenwartskunst, so Kotyba.

Als neue Stammkünstlerin wurde Brigitte Böhler aus Bayreuth begrüßt, die mit drei Werken in der Ausstellung vertreten ist. Mit den sanften Farbübergängen in mehrschichtiger Arbeitsweise kreiert die Künstlerin stimmungsvolle Landschaften, die zum Träumen einladen.

Stellvertretende Landrätin Christina Flauder zeigte sich begeistert von der Ausstellung. Auch der Stadt- und Kreisrat Thomas Nagel würdigte das Engagement von Marion Kotyba als kulturellen Gewinn für die Stadt.

Noch bis zum 4. September kann die Ausstellung Donnerstag und Freitag von 14 bis18 Uhr sowie Samstag von 12 bis 15 Uhr besichtigt werden. Nach vorheriger Anmeldung ist auch eine Besichtigung außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

Künstlerin aus der Ukraine

Noch bis Ende des Monats sind außerdem Gemälde der Ukrainerin „Lorchen“, so ihr Pseudonym, in der Kunstgalerie Kotyba zu sehen. Die Künstlerin musste vor vier Jahren ihre Heimat verlassen, das sie sich als TV-Mitarbeiterin geweigert hatte, aufgezwungene russische Texte zu verlesen. Seitdem lebt sie von ihrem Ehemann getrennt im Fichtelgebirge. Alles, was ihr lieb war, habe sie verloren, erzählt die Künstlerin. Ihre Heimatstadt Kupjansk wurde zerstört, ihr Haus liege in Trümmern, „und ich habe Freunde und meine geliebte Arbeit verloren“. Um ihr Heimweh und ihre Ängste zu verarbeiten, habe sie zur Malerei gefunden. Dabei waren es zunächst Sonnenblumen in allen Variationen, die sie in hellen, leuchtenden Farben auf Leinwand bannte. Die Blume ihrer Heimat wurde bald gefolgt von sakral anmutenden Frauenköpfen. „Lorchen“ selbst sagt: „Ich glaube fest daran, dass das Gute siegen wird. Der Krieg wird enden und ich werde wieder die Blumen meiner Heimat sehen, die ich jetzt nur auf der Leinwand zum Leben erwecke.“  red