Verkaufsoffener Sonntag gestoppt
Autor: Bayerische Rundschau
, Mittwoch, 08. Juli 2026
Der Kulmbacher Rewe-Markt wollte am 12. Juli öffnen - nun gibt es „nur“ ein Sommerfest
In der Rewe-Filiale in der Lichtenfelser Straße sollte am Sonntag, 12. Juli, ein „verkaufsoffener Sonntag“ stattfinden. Dafür hatte der Markt groß geworben. Ein buntes Familienprogramm auf dem Parkplatz wurde angekündigt, im Markt sollten Kunden wie wochentags auch Einkäufe tätigen können.
Ein verkaufsoffener Sonntag in einem einzelnen Geschäft in der Lichtenfelser Straße? Nicht wenige, die die Werbung gesehen haben, haben sich gewundert, gelten für eine solche Veranstaltungen doch strenge Vorgaben.
Gesetzlicher Rahmen
Nach dem bayerischen Ladenschlussgesetz dürfen in einer Kommune nur maximal vier solcher Veranstaltungstage pro Jahr durchgeführt werden. Jeder verkaufsoffene Sonntag muss zudem zwingend an einen besonderen Anlass wie einen Markt oder ein Stadtfest gebunden sein, wobei die maximale Öffnungszeit zwischen 10 und 18 Uhr nur fünf Stunden betragen darf. Dass ein einziges Geschäft einen verkaufsoffenen Sonntag durchführt - nach den gesetzlichen Vorgaben undenkbar.
In Kulmbach hat der Stadtrat drei offenen Sonntagen zugestimmt. Nach dem 1. März (Frühjahrsmarkt) sind ein zweiter am zweiten Bierfestsonntag (2. August) und ein dritter im Herbst geplant.
Es dürfen auch nur Läden in einem räumlich festgelegten Geltungsbereich öffnen. Sport Leithner in der etwas abgelegeneren Albert-Ruckdeschel-Straße oder sogar den Geschäften im Fritz-Einkaufszentrum blieb die Teilnahme damit in den vergangenen Jahren beispielsweise verwehrt.