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Sommer, Sonne, Hitzewelle


Autor: Bayerische Rundschau

, Freitag, 07. August 2026

Tipps vom Kulmbacher Gesundheitsamt, wie man sich vor hitzebedingten Problemen schützt
Jennifer Schwarz und Katrin Keilholz vom Gesundheitsamt informierten im Freibad Mainleus über die gesundheitlichen Risiken hoher Temperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung. Landratsamt Kulmbach


Mit den heißen Sommertagen steigt nicht nur die Freude auf Sonne und Freibad, sondern auch das Risiko hitzebedingter Gesundheitsprobleme. Das Gesundheitsamt des Landratsamtes Kulmbach setzt deshalb auf gezielte Aufklärung und Prävention, um Menschen aller Altersgruppen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Sonne und Hitze zu sensibilisieren.

Praktische Tipps zum richtigen Sonnenschutz

Im Rahmen einer Informationskampagne informierten Jennifer Schwarz und Katrin Keilholz vom Gesundheitsamt kürzlich im Freibad Mainleus über die gesundheitlichen Risiken hoher Temperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung. An einem gut besuchten Infostand erhielten die Besucherinnen und Besucher praktische Tipps zum richtigen Sonnen- und Hitzeschutz. Ergänzend wurden Informationsmaterialien sowie kleine Give-aways wie Trinkflaschen, Caps sowie Wasser- und Sandspielzeug verteilt, die die Präventionsbotschaften anschaulich vermittelten.

Es gibt einfache aber wirkungsvolle Maßnahmen

„Sonne tut gut – aber nur, wenn wir verantwortungsvoll mit ihr umgehen. Ein bewusster Sonnenschutz und ein achtsamer Umgang mit Hitze sind einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden. Prävention bedeutet, die eigene Gesundheit zu schützen, bevor Schäden entstehen – und das beginnt mit dem richtigen Verhalten im Alltag“, erklärt Sozialpädagogin Jennifer Schwarz.

Die Aktion wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention im Rahmen des Masterplans Prävention sowie vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) unterstützt. Ziel ist es, das Bewusstsein für die gesundheitlichen Folgen sommerlicher Hitze zu stärken – insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels und der damit zunehmenden Belastung durch Hitzewellen.

Das Gesundheitsamt des Landkreises Kulmbach rät insbesondere bei länger anhaltenden Temperaturen über 30 Grad Celsius zu besonderer Vorsicht. Anhaltende Hitze kann vor allem bei Menschen mit Vorerkrankungen zu einer erheblichen gesundheitlichen Belastung führen und im Extremfall lebensbedrohliche Folgen haben.

Manche Menschen sind besonders gefährdet

„Der individuelle Gesundheitszustand spielt eine entscheidende Rolle bei der Anfälligkeit gegenüber Hitze“, erläutert Nataša Luz, Leiterin des Staatlichen Gesundheitsamtes. „Besonders gefährdet sind pflegebedürftige Menschen, Personen mit Übergewicht, chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Menschen mit kognitiven Einschränkungen.“ Zusätzlichen Stress für den Organismus bedeuten Tropennächte, in denen die Temperaturen auch nachts kaum absinken und der Körper sich nicht ausreichend erholen kann.

Um die Körpertemperatur konstant zu halten, reagiert der Organismus bei Hitze vor allem durch verstärktes Schwitzen. Dadurch wird zwar Wärme abgegeben, gleichzeitig verliert der Körper jedoch große Mengen an Flüssigkeit. Zudem kommt es durch den Hitzestress zu einer Umverteilung des Blutflusses hin zur Haut, um die Wärmeübertragung an die Umgebung zu verbessern (Vasodilation). „Diese Mechanismen können bei Personen mit bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen das kardiovaskuläre System stark belasten und zu einer ernsthaften Gefährdung der Gesundheit führen“, so Luz.

Das Gesundheitsamt empfiehlt daher, sich an heißen Tagen möglichst im Schatten aufzuhalten, ausreichend und regelmäßig zu trinken, körperliche Anstrengungen während der Mittagshitze zu vermeiden und auf Warnsignale des eigenen Körpers zu achten. Ein wirksamer Sonnenschutz mit geeigneter Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenschutzmitteln trägt ebenfalls dazu bei, gesundheitliche Schäden zu vermeiden.  red