Rasul möchte laufen lernen
Autor: Dagmar Besand
Thurnau, Freitag, 25. November 2022
Spendenaktion Der zwölfjährige Junge aus Thurnau leidet an einer Spastischen Zerebralparese. Eine ganz besondere Therapie hilft, muss jedoch privat finanziert werden.
Rasul ist ein fröhlicher und aufgeweckter Junge, ein guter Schüler mit Begeisterung für Computer. Doch der Zwölfjährige hat ein großes Handicap, das sein Leben schwer und kompliziert macht. Von Geburt an leidet er an einer Spastischen Zerebralparese. Diese schädigt den Teil des Gehirns, der Bewegung und Muskelspannung steuert. Die Folgen sind Muskelsteife und Muskelschwäche. Rasul sitzt im Rollstuhl und braucht in allen Dingen Hilfe.
Rasul hat einen großen Wunsch
Eine Therapie, die nicht von den Krankenkassen bezahlt wird, hat dem Jungen in den letzten Jahren beeindruckende Fortschritte beschert. Die Behandlungen sind teuer, können Rasul jedoch helfen, seinen größten Wunsch zu erfüllen: Laufen lernen und im Bad ohne fremde Hilfe zurecht kommen! Die Bayerische Rundschau und der Spendenverein Franken helfen Franken der Mediengruppe Oberfranken möchten mit ihrer Advents-Spendenaktion dazu beitragen und die Familie finanziell unterstützen.
Entdeckt wurde Rasuls Behinderung nicht sofort. Er war ein Frühchen – drei Monate zu früh zur Welt gekommen. Mit 1100 Gramm Gewicht hatte er in seiner Entwicklung viel aufzuholen. „Deshalb dachten wir anfangs gar nicht an eine Behinderung, sondern glaubten, er brauche einfach nur etwas mehr Zeit“, erinnert sich seine Mutter Elena Mammadov.
Doch als Rasul ein Jahr alt war und sich deutliche Defizite zeigten, stellten Spezialisten in Erlangen die Diagnose. „Das war ein unglaublich großer Schock für uns!“ Bei Frühchen ist das Risiko einer Zerebralparese besonders hoch, da es bei ihnen häufig zu Sauerstoffmangel während oder kurz nach der Geburt kommt. Das war auch bei Baby Rasul der Fall.
Alles Menschenmögliche wollten die Eltern tun, um ihrem Kind trotzdem den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen. Die Familie suchte Spezialisten auf und probierte verschiedene Therapien aus – solche, die als Krankenkassenleistung finanziert werden, und vieles, das sie privat bezahlen mussten.