Pflege mit Verantwortung, Herz und Kompetenz
Autor: Bayerische Rundschau
, Freitag, 03. Juli 2026
Das Praxiskonzept einer Mitarbeiterin der Diakonie Kulmbach wird mit einem Preisgeld von 10.000 Euro bedacht
Das Konzept von Shari Eschenbacher beim Anlernen neuer Mitarbeiter erhielt staatliche Anerkennung. Die Kulmbacherin überzeugte mit ihren Ideen das bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention, teilt die Diakonie in einer Pressemeldung mit. Dafür erhielt sie nun den Praxisanleiterbonus für Innovation, der mit 10.000 Euro dotiert ist.
Pflege vereint Verantwortung, Herz und Kompetenz – jeden Tag aufs Neue. Das hat die Pflegefachkraft Shari Eschenbacher im Laufe ihrer 15 Dienstjahre in den Senioreneinrichtungen der Diakonie Kulmbach verinnerlicht. Als Praxisanleiterin vermittelt sie Wissen und Praxis an die Auszubildenden.
Ganzheitliche Grundpflege
All ihre fachliche und alltägliche Erfahrung hat sie gemeinsam mit vielen weiteren Ideen in ihr Konzept „Fundament ganzheitliche Grundpflege“ einfließen lassen. Vier Monate lang hat sie daran gefeilt. Vor kurzem hat sie dafür einen Praxisanleiterbonus erhalten. Dieser ist mit 10.000 Euro dotiert.
Das bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention hat dieses Programm 2025 erstmals ausgelobt, um ein klares Zeichen zu setzen: Innovatives Denken und moderne Lernkultur in der Pflege sollen sichtbar belohnt und bayernweit verbreitet werden. Dafür stehen insgesamt 1,8 Millionen Euro bereit. Prämiert werden außergewöhnliche Konzepte aus der Pflege in ganz Bayern.
Die 31-jährige Shari Eschenbacher hat ein klares Ziel: Auszubildenden die Grundlagen der Pflege Schritt für Schritt näherzubringen.
Theorie und Praxis
Außerdem sollen die praktischen Erfahrungen der Frauen und Männer eng mit dem theoretischen Wissen aus der Berufsschule verknüpft werden. „Die Auszubildenden sollen nicht nur einzelne Handgriffe lernen, sondern verstehen, warum bestimmte Maßnahmen durchgeführt werden und welche Verantwortung damit verbunden ist.“
Je nach Erfahrung planen und übernehmen die Auszubildenden in ihrem Konzept immer mehr die Versorgung von Bewohnerinnen und Bewohnern, während die Praxisanleitung beobachtet und bei Bedarf unterstützt. Danach folgen Reflexion, Feedback sowie Themen wie Pflegeprozess, Hygiene, Leitbild und Hausstandards.