Bürgerbeteiligung ist die Grundlage für die Entwicklung von Schwarzach, Schmeilsdorf und Ziegelhütte
Schwarzach, Schmeilsdorf und Ziegelhütte sollen fit für die Zukunft gemacht werden. Wie eine umfassende Dorferneuerung abläuft und welche Rolle dabei die Menschen vor Ort spielen, erläuterte Yannick Friedl vom Amt für Ländliche Entwicklung bei der Bürgerversammlung in Schwarzach. Dabei wurde deutlich: Der Prozess wird Jahre dauern – und ohne aktive Bürgerbeteiligung geht es nicht.
Die Mehrzweckhalle in Schwarzach war gut gefüllt, als Bürgermeister Robert Bosch (CSU) zur Bürgerversammlung begrüßte. Im Mittelpunkt stand zunächst ein Thema, das die drei Ortsteile Schwarzach, Schmeilsdorf und Ziegelhütte über lange Zeit beschäftigen dürfte: die geplante Dorferneuerung. Dass viele Dörfer vor ähnlichen Herausforderungen stehen, machte Yannick Friedl vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) deutlich. Leerstände in den Ortskernen, enge Straßen oder Hochwassergefahren gehören ebenso dazu wie fehlende Radwege, die Anbindung an Freizeit- und Freiräume, Nachverdichtung, Biodiversität und die Frage, wie Ortskerne wiederbelebt werden können. Dorferneuerung beschränke sich deshalb längst nicht auf Straßen und Plätze. Ziel sei eine ganzheitliche Entwicklung, die Lebensqualität steigert und zugleich die wirtschaftliche Stabilität eines Ortes stärkt.
Dabei können bauliche und ökologische ebenso wie wirtschaftliche, soziale und kulturelle Maßnahmen eine Rolle spielen – von der Gestaltung von Straßen und Plätzen über die Umnutzung leerstehender Gebäude und die Verbesserung der Nahversorgung bis hin zu Gemeinschaftseinrichtungen oder der Aufwertung von Grün- und Freiflächen. Welche Schwerpunkte in Schwarzach, Schmeilsdorf und Ziegelhütte tatsächlich gesetzt werden, soll jedoch nicht am Schreibtisch entschieden werden.
Bürger sollen mitgestalten
„Die Bürger kennen die Probleme vor Ort“, betonte Friedl. Ihre Beteiligung sei eine zentrale Voraussetzung für das Verfahren. Fehle diese, könne sogar die Einleitung einer Dorferneuerung gestoppt werden.
Den Auftakt bildet ein Seminar am 6. und 7. November an der Schule für Dorf- und Flurentwicklung in Klosterlangheim. Bis zu 25 Bürger aus dem Dorferneuerungsgebiet können daran teilnehmen und anschließend als Multiplikatoren wirken. Interessierte können sich bis zum 2. Oktober im Rathaus Mainleus anmelden. Die Teilnahme einschließlich Übernachtung ist kostenlos.