„Jeder Traum geht zu Ende, und Schatten folgt dem Licht.“ Mit diesem Lied von Udo Jürgens nahm am Samstag eine große Trauergemeinde in der Johanneskirche Abschied von Herbert Friedrich. Der bekannte Metzgermeister, Gastronom und Hotelier vom gleichnamigen Landgasthof starb am 7. November im Kulmbacher Klinikum. Lange Zeit hatte er den Kampf gegen eine heimtückische Krankheit angenommen.

1956 geboren, schwärmte der 14-jährige Konfirmand 1970 bereits von der Präparandin Monika aus Ködnitz. Sieben Jahre später trat sie dann in sein Leben – und 1982 wurde geheiratet. Mit der Geburt der Kinder Thorsten, Julia und Stefanie wurde aus dem jungen Paar eine stattliche Familie.

Hotelfach- und Fleischerschule

Bereits vorher hatte sich Herbert Friedrich in der Hotelfachschule Bad Reichenhall und in der Fleischerschule in Landshut mit dem Abschluss als Metzgermeister zielgerichtet auf seinen Beruf vorbereitet. Über 30 Jahre führte er zusammen mit seiner Frau verantwortlich und erfolgreich den über die Region hinaus bekannten Landgasthof.

Bei all der Arbeit hat Herbert Friedrich nie die andere Seite des Lebens vergessen. Akribisch hat er Reisen innerhalb Europas, nach Afrika, Amerika und Asien vorbereitet.

Bürgermeister Herwig Neumann (CSU) betonte die positive Außenwirkung des Gasthofes für die Gemeinde. Herbert Friedrich war Mitglied und Vereinswirt, der für alle ein offenes Ort hatte. Der Turn- und Sportverein, die Soldatenkameradschaft, der Gartenbauverein, die Siedlergemeinschaft, der Tennisclub, die Feuerwehr, die Antennengemeinschaft, die Kulturinitiative, der CSU-Ortsverband, der TDC Lindau und der Fremdenverkehrsverein, die Landsmannschaft der Schlesier – sie alle verlieren mit Herbert Friedrich einen Freund und Förderer. Einen, der sie immer mit Rat und Tat unterstützt hat. Alexander Schütz dankte für den Hotel- und Gaststättenverband und die Fleischerinnung einem Freund und engagierten Mitglied. hd