Chaosraser erhält erst mal einige Wochen Jugendarrest
Autor: Bayerische Rundschau
, Mittwoch, 26. August 2026
Ein Autorennen mit mehreren Polizeiautos im Schlepptau, das ist nur ein Auszug aus dem was sich im September vergangenen Jahres ein heute 22-jähriger Mann von der Autobahn A 9 aus bis in den Landkreis Kulmbach leistete.
Zusätzlich: Noch nie hatte der junge Mann aus Waldeck in Hessen einen Führerschein besessen, und er war an dem Tag eine Stunde nach Mitternacht auch noch mit Drogen im Blut unterwegs.
Verurteilt wurde der Arbeitslose am Mittwoch von Jugendrichterin Sandra Staade. Nicht nur die vom Angeklagten verursachte Raserei endete allein durch glückliche Umstände glimpflich, sondern auch jetzt das Strafmaß für den Beschuldigten.
Der Angeklagte, dem im Gerichtssaal Reiferückstände attestiert wurden, muss demnächst vier Wochen in einer Jugendarresteinrichtung verbringen, so das Urteil. Zehn Monate lang darf er keinen Führerschein machen.
Der Angeklagte sollte damals aus Richtung Nürnberg kommend von einigen Polizeistreifen kontrolliert werden. Der ignorierte das und raste mit rund 200 Kilometern pro Stunde in Richtung Hof davon.
Ein Polizeibeamter, der mit seinem Kollegen als Erster im Konvoi den Flüchtenden verfolgte, erzählte: Schon bei Pegnitz sei das Auto aufgefallen. Auf Höhe von Bayreuth sei der Fahrer durch Anhaltezeichen und Blaulicht zum Stopp aufgefordert worden.
Da hatte der Fahrer sich bereits eine Kapuze aufgesetzt. „Dann hat er Gas gegeben und ist mit rund 200 bis 210 Stundenkilometern in Richtung Himmelkron gerast.“