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70 Jahre und kein bisschen leise


Autor: Bayerische Rundschau

, Montag, 06. Juli 2026

Christine Hofmann-Niebler feierte Geburtstag - und hatte einen besonderen Wunsch
Christine Hofmann-Niebler (links) genoss das große Spektakel anlässlich ihres 70. Geburtstages.Sonny Adam


Von Beruf ist Christine Hofmann-Niebler Zahnärztin. Doch ihre Berufung ist Musik. Und deshalb wünschte sich die Neuenmarkterin zu ihrem Geburtstag auch etwas Besonderes: keine Geschenke, sondern Vorführungen.

Die Neuenmarkter Zahnärztin Christine Hofmann-Niebler hat eigentlich alles, was man sich im Leben wünschen kann: zwei süße Enkel, Paul und Oscar, zwei Söhne Thomas und Stefan, auf die sie stolz ist, und ihren Mann Günter, der immer an ihrer Seite steht und der ihr Zeit und Freiraum lässt, um ihre vielseitigen Interessen auszuleben.

Zu ihrem 70. Geburtstag hatte die Zahnärztin eine besondere Idee. „Je älter ich werde, desto mehr liebe ich ideelle Geschenke. Also Musik, Lieder, Gedichte, sonstige Ideen“, sagt sie. Und Musiker aus dem ganzen Landkreis kamen, um mit ihr zu feiern und um die Zahnärztin mit musikalischen Darbietungen und launigen Einlagen zu überraschen.

Christine Hofmann-Niebler feierte im Hotel Lindenmühle in Bad Berneck. Die wohl weiteste Anreise hatte der Gesangverein Veitlahm. Er wird aktuell von Christine Hofmann-Niebler als Projektchor dirigiert. Mit viel Pathos und Elan sangen die Sänger das Chianti-Lied, „Tiritomba“ und den Evergreen „Wochenende und Sonnenschein“. Musik, die locker und unterhaltsam ist, die Spaß macht. Und als Höhepunkt hatten die Sänger ein Lied aus „Sister Act“ umgetextet. Originell. Die Jubilarin konnte nicht einfach nur zuhören, sondern griff in die Tasten und hielt die Sänger beisammen.

Doch es kamen noch mehr Ensembles: das Damen-Salonorchester, das Christine Hofmann-Niebler gegründet hatte, musizierte die schönsten Songs der letzten fast 20 Jahre. Ein Posaunenchor spielte - nicht nur kirchliche Lieder. Und Franz Besold, bekannt als Büttenredner beim Fasching hatte auch eine launige Einlage vorbereitet.

Christine Hofmann-Niebler genoss den Nachmittag und den Abend voller Musik, freute sich über all die einzigartigen „klingenden“ Geschenke und enthüllte bei guter Laune so manches Geheimnis aus ihrer musikalischen Laufbahn. Denn sie spielte nicht nur Cello im Kammerorchester, sondern auch Klavier und sogar Blockflöte. Christine Hofmann-Niebler hat sich im Gesang versucht, sie spielt in verschiedenen Orchestern. Und im Alter von 65 Jahren hat sie noch Kirchenorgel gelernt und begleitet Gottesdienste.

„Musikalisch habe ich eigentlich alles erreicht. Ich habe in internationalen Orchestern gespielt, in Kapstadt, Johannesburg, in Paris, Neapel und in Rom und in der Dresdner Frauenkirche“, erzählt die ehemalige Zahnärztin lachend. Wenige Tage vor ihrem Jubeltag kam sie erst aus Rom zurück - von einem musikalischen Event mit anstrengenden Proben. Im Rahmen des Heiligen Jahres hat sie mit einem Posaunenchor an einer Veranstaltung zu Ehren des heiligen Benedikt teilgenommen.

An ihrem Jubeltag genoss Christine Hofmann-Niebler einzigartige Momente - natürlich voller Musik. Denn Musik gehört zu ihrem Leben dazu. Mit 70 Jahren denkt Christine Hofmann-Niebler nicht ans Aufhören. Im Gegenteil: Noch immer probt sie, dirigiert Chöre, begleitet Gottesdienste und greift selbst in die Tasten. Wer sie erlebt, merkt schnell: Musik ist für sie weit mehr als ein Hobby. Sie ist der Takt ihres Lebens – und der wird wohl noch lange weiterschlagen.