Eigentlich wollte der Schneckenloher Bürgermeister Knut Morgenroth ( SPD ) seine Gemeinderäte nur über ein paar Themen informieren. Mindestens zwei davon schaffen es jetzt aber voraussichtlich auf die ordentliche Tagesordnung der nächsten Sitzung, denn hier ergab sich Diskussionsbedarf. Zum einen sind das der geplante Rettungswagenstellplatz auf dem Bauhofgelände, zum anderen der Antrag eines Bürgers , die Brunnengasse für den Durchgangsverkehr zu sperren.

Nach einer ersten Meinungserkundung unter den Gemeinderäten sah es allerdings nicht so aus, als wolle man die Brunnengasse für den Durchgangsverkehr komplett sperren. Vorstellen könne man sich dagegen, dass aus ihr künftig eine Spielstraße werden könnte.

„Dann darf man dort nur noch mit sechs km/h durchfahren“, erklärte der Bürgermeister. Jetzt will man sich bis zur nächsten Sitzung eingehender mit diesem Thema beschäftigen, um dann eventuell einen Beschluss zu fassen.

Bauhofgelände nicht unumstritten

Nicht ganz so einfach wird das vermutlich beim ASB-Rettungswagenstellplatz. Dieser soll auf dem Bauhofgelände entstehen und den Einsatzbereich südlicher Landkreis Kronach/Weidhausen/Sonnefeld/Ebersdorf abdecken. Während Knut Morgenroth sich seiner Sache sicher war und meinte: „Darüber sind wir froh“, entgegnete Zweiter Bürgermeister Andreas Kristek: „Warum sollten wir darüber froh sein?“ Er hatte Bedenken, dass man sich den Bauhof dadurch quasi „verbaue“ und ihn nicht mehr für Feste oder dergleichen nutzen könne. Und überhaupt gebe es dann ein gewaltiges Platzproblem.

Eine Diskussion gab es auch darüber, wo, wann und in welcher Form die infrage kommenden Stellplätze überhaupt geprüft wurden. Kristek möchte gerne Alternativen, allerdings waren viele Gemeinderäte mit dem Standort Bauhof einverstanden. Morgenroth möchte für den Stellplatz des ASB-Rettungswagens, der ab dem 1. Januar 2022 an jedem Tag von 8 bis 20 Uhr genutzt werden soll, gerne ein Erbbaurecht verankern.

Private Baugrundstücke zu haben

Zu den erfreulichen Nachrichten zählte die Tatsache, dass nun private Baugrundstücke in der Gemeinde zum Kauf angeboten werden können. Davon befinden sich acht in Schneckenlohe und zwei in Mödlitz. Morgenroth: „Die Gemeinde vermittelt den Kaufinteressenten den jeweiligen Verkäuferkontakt.“

Um ein Jahr verlängert wurde der Bewilligungszeitraum der Förderoffensive Nordostbayern für den Umbau der ehemaligen Schule zum Dorfgemeinschaftshaus.

Auf große Gegenliebe stieß das Thema „Outdoor-Fitnessgeräte für Senioren “ auf dem Schneckenloher Spielplatz. Dieser soll erweitert werden, einmal mit einer Holzlokomotive für Kinder und einem Sandkasten als Fallschutz, aber eben auch mit Fitnessgeräten. Die seien für alle nutzbar und nicht nur für Senioren , betonte Morgenroth nachdrücklich. Jetzt will man erst einmal drei Geräte anschaffen, um zu sehen, wie die Resonanz darauf ist. „Später könnte ich mir vorstellen, noch einmal drei anzuschaffen“, erklärte er.

Ein Netz sollte es schon sein bei den Toren für den Bolzplatz, lautete der Tenor der Gemeinderäte , als es um die Auswahl der Tore ging. Hier stellte der Bürgermeister zwei Varianten zur Diskussion : Bei der einen kämen Aluminiumtore in Betracht, bei der anderen die klassische Netzvariante. Und genau dafür sprachen sich auch alle aus. Dritter Bürgermeister Heiko Eichhorn erklärte sich spontan bereit, zwei Netze zu sponsern, sollten diese nach ein paar Jahren ausgetauscht werden müssen. Darüber hinaus soll das Gelände, das die evangelische Kirchengemeinde zur Verfügung stellt, auf drei Seiten mit Ballfangnetzen ausgestattet werden.

Mehrkosten beim Bürgerhaus

Weniger erfreulich wurde es dann beim Thema „Bürgerhaus“: Hier ergab sich eine Kostenmehrung um rund 20 500 Euro bei den Trockenarbeiten. Geschuldet sei dieser Umstand vor allem einer Ablastung des Dachtragserkers sowie einer Verkleidung der Bestandswände im Treppenhaus. Die Mehrkosten sollen allerdings laut Architekturbüro Lauer + Lebok bei den noch ausstehenden Gewerken eingespart werden.