Armin Bandorf bleibt an der Spitze der Wasserwacht Wallenfels , sein Stellvertreter ist nun Christian Stumpf. Das ist das Ergebnis der Mitgliederversammlung.

Trotz der Versammlungseinschränkungen musste aufgrund der anstehenden Neuwahlen für die Periode 2021/2025 eine Präsenzveranstaltung abgehalten werden. Um diese jedoch so kurz wie möglich zu halten, gingen die Berichte von Vorstandschaft, Technischem Leiter, Jugendleiter und Kassierin bereits im Vorfeld an die Mitglieder und außerdem gab es die Mitgliederversammlung als Onlineveranstaltung.

Für die Neuwahlen wurde ins Kulti eingeladen und strenge Hygienevorschriften beachtet. So konnte die Wahl per Akklamation durchgeführt werden. Bei den Wahlen drehte sich das Personalkarussell ein wenig. Den Posten als stellvertretender Vorsitzender übernahm der bisherige Technische Leiter Christian Stumpf. Als neuer Technischer Leiter fungiert Jürgen Fabritzek. Neu ist auch der Jugendleiter Nico Schlee, bisher stellvertretender Jugendleiter. Der bisherige stellvertretende Vorsitzende Rob Smith bleibt als Beauftragter Blutspenden in der Vorstandschaft.

Es grenzt schon fast an ein Wunder, wenn man die Einsatz- und Übungsstatistik der BRK-Wasserwacht Wallenfels anschaut. Trotz Beschränkungen wegen des Covid-19-Virus konnten im Jahresverlauf 1233 Stunden gemeinnütziger ehrenamtlicher Einsatz geleistet werden. Vorsitzender Armin Bandorf ging auf das vergangene Jahr ein. Vieles war geplant gewesen, nur einiges davon konnte man seit der letzten Jahreshauptversammlung im November 2019 noch durchführen, so auch die Teilnahme am traditionellen Donauschwimmen in Neuburg Ende Januar 2020 - in diesem Jahr 2021 fiel diese Veranstaltung natürlich Corona bedingt aus und es ist noch nicht abzusehen, ob und wann es solche Großveranstaltungen wieder geben wird.

Die Unterstützung im Februar 2020 an der Ködeltalsperre, Training im Schwarzenbacher Hallenbad im Winter und der Umzug am Faschingsdienstag wurden noch ganz normal durchgeführt. Doch dann kam Corona . Der Winterschwimmkurs für die Kinder musste abgebrochen werden und es fanden weder Training noch Ausbildung statt. Im Eiltempo absolvierten die Einsatzkräfte Onlinekurse zu Infektionsschutz und Hygiene. Denn Einsätze können natürlich auch wegen Corona nicht abgesagt werden.

Scharen von Blutspendern

Vor allem die Durchführung der Blutspendetermine verlangte viel Organisation und zahlreiche Helfer. Unvergessen ist die lange Schlange der potenziellen Spender, die Anfang April beim ersten Lockdown in Scharen zum Blutspenden kamen. Hilfe leistete man bei der Lebenshilfe kurz vor Weihnachten 2020, als dort Corona ausgebrochen war. Im Sommer 2020 öffnete das Freibad doch noch und hier leistete die Wasserwacht 121 Wachstunden ab.

Im Bereich der Aus- und Fortbildung konnte natürlich nicht viel unternommen werden. Notwendig waren die Überprüfung der Rettungstauglichkeit sowie die Auffrischung zum Bedienen des Defibrillators im HLW und die Wasserwanderung in der Wilden Rodach. Das kurze Zwischenhoch im Sommer und Herbst 2020 währte jedoch nicht lange. Wieder mussten alle Übungseinsätze und Ausbildungen abgesagt werden.

Doch es gibt auch einige positive Meldungen. Die Zufahrt zum Wasserwacht-Heim wurde komplett geteert und ein neuer Zaun mit Sichtschutz aus Schilfrohr installiert. Das "Niemandsland" vor dem Nebeneingang wurde auch in einen ansehnlichen Zustand versetzt. Eine großzügige Spende erhielt die Wasserwacht vom Kiwanis-Club, der 2500 Euro für den neu angeschafften Defi übergab. Außerdem erhielt die Wasserwacht noch einige Spenden von Privatleuten und Vereinen.

Aber wie geht es nun 2021 weiter? Die Wasserwacht kann auf einer stabilen Mitgliederzahl von 226 aufbauen. Und so laufen die Vorbereitungen der Floßsaison 2021 mit Hygienekonzept sowie für die Öffnung des Freibades und somit wieder Ausbildungen und Übungen. Für das traditionelle Badfest sehe man allerdings schwarz, so der Vorsitzende Armin Bandorf.

Bürgermeister Jens Korn wies auf die angekündigte Förderung für die Sanierung des Freibades in Höhe von 1,5 Millionen Euro hin. Der Kreisgeschäftsführer des BRK, Roland Beierwaltes, ging auf die großen Herausforderungen ein, die Corona an das BRK als Hilfsorganisation stellt. "Bei diesen Einsätzen verschwimmen die Grenzen zwischen Haupt- und Ehrenamt", betonte Beierwaltes.

Zu diesem Thema fand Ehrenamtsmanager Ralf Schmidt ebenfalls klare und deutliche Worte: "Ohne den Einsatz unserer Ehrenamtlichen wären mit Sicherheit mehr Corona-Tote zu beklagen." sd