In der Pfarrei Mariä Geburt Glosberg darf man sich freuen. In wenigen Tagen kann die Orgel mit ihren 1500 Pfeifen wieder von der Empore erklingen. Seit Mitte September führte Orgelbauer Thomas Eichfelder mit seinem Team aus Bamberg eine aufwendige Reparatur der Orgel in der Wallfahrtskirche aus.

In diesen Tagen werden die Reparaturarbeiten abgeschlossen. Jetzt stimmt der Orgelbauer das Königsinstrument ein.

Während der Adventszeit soll es laut Kirchenpflegerin Martina Stumpf eine kleine Wiederinbetriebnahme-Feier mit Segnung während eines Gottesdienstes geben, eventuell in Zusammenhang mit einem kleinen Orgelkonzert .

Laut Thomas Eichfelder musste die Orgel generalüberholt werden. Die Registersteuerung wurde komplett erneuert. Die Schwachstromelektrik wurde auf den neuesten Stand gebracht. Alle Pfeifen mussten dazu ausgebaut und in der Werkstatt in Bamberg einer Komplettreinigung unterzogen werden. Somit wurde der Klang der Orgelpfeifen in allen Größen, von der kleinsten, einige Millimeter kleinen Pfeife bis zum 4,50 Meter hohen Teil, verfeinert. Im Prinzip wurde die Orgel komplett erneuert, so Thomas Eichfelder.

Nach zwei Jahren Wartezeit (die Corona-Pandemie hatte das Vorhaben erheblich verzögert) ist die Kirchenpflegerin glücklich, dass die Orgel endlich wieder repariert ist und mit reinem Klang ertönen kann. Sie dankt den vielen Spendern, seien es Firmen oder Privatleute, auch von außerhalb der Pfarrei, die zur Sicherung der Finanzierung beigetragen haben. Martina Stumpf ist froh darüber, dass der Kostenvoranschlag über damals 52 000 Euro eingehalten werden konnte.

Orgelbau und Orgelmusik wurden durch die Bundesregierung im Jahr 2014 in das „Deutsche Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes“ bei der deutschen Sektion der Unesco aufgenommen. Sie sind somit als immaterielles Weltkulturerbe der Menschheit anerkannt. eh