Wilhelmsthal rüstet sich für die Zukunft
Autor: Michael Wunder
Wilhelmsthal, Freitag, 09. Juli 2021
Gemeinderat Wohnraum, Arbeitsplätze, Glasfaser: Die Anforderungen an die Kommune sind vielfältig.
Die Gemeinde will sich „Vielfält!ich“ aufstellen, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Man will auf die Werte „Herzlichkeit, Fürsorge, Gemeinschaft“ aufbauen. Rainer Kober von Kronach Creativ stellte den Aktionsplan, der aus Interviews und Gesprächen erarbeitet wurde, dem Gemeinderat vor.
Derzeit stehen die Prognosen für Wilhelmsthal nicht allzu gut, so Kober. Deshalb könne es nur heißen: zuschauen oder aktiv werden. Seit 15 Jahren sei Kronach Creativ unterwegs und einiges konnte schon bewegt werden. Dafür sei der Lucas-Cranach-Campus (LCC) das beste Beispiel in Kronach. Man müsse deshalb auch in den Kommunen die Vielfalt der Menschen nutzen und eine Aufbruchstimmung erzeugen.
Wie er deutlich machte, gelte es für die Gemeinde, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen. Der Gemeinderat müsse entscheiden, welche Veränderungen man angehen will. Erster Baustein ist auch in Wilhelmsthal der Aktionsplan mit einer Präambel als Vision. Ziel sei es, bis 2030 von den drei Handlungsfeldern „Wachstum durch Attraktivität“, „Wohlfühlen bis ins hohe Alter“ und „Ein starkes Wir“ zunächst das außerordentlich Dringende anzugehen.
Dabei dürfe auch das Wichtige nicht aus den Augen verloren werden, so Kober. In der Modellgemeinde Wilhelmsthal fehle es ähnlich wie in den anderen Orten an attraktivem Wohnraum . Weiterhin müssten die Voraussetzungen für neue Arbeitsplätze geschaffen werden, hier liege man deutlich unter dem Durchschnitt des Landkreises.
Immer wieder sei bei den Interviews auch der Wunsch geäußert worden, ein betreutes Wohnen anzubieten. Hier setze man auf den neuen Seniorenbeauftragten Hans Gareis, der dies aktiv angehen möchte. Was die Wohnsituation angeht, seien gute Fördermöglichkeiten vorhanden. Hier hätten sich in Steinwiesen und Steinbach am Wald die Immobilienlotsen hervorragend bewährt. Sie seien gut ausgebildet und könnten auch zum Thema Fördermittel fachkundige Auskunft geben.
Bürgermeisterin Susanne Grebner ( SPD ) meinte, dass man zunächst über die Homepage versuche, die Vermittlung von Wohnraum beziehungsweise Baugrundstücken anzugehen. Geplant sei auch ein Seniorentag als zwangloses Treffen aller älteren Leute in den Gemeindeteilen.