Die Dächer aller Gebäude auf dem Gelände des Freibads „Rodach Beach“ sind mittlerweile sichtlich in die Jahre gekommen und an einigen Stellen hat sich bereits Regenwasser seinen Weg in das Gebäudeinnere bahnen können. Daher wurden bereits im vergangenen Jahr mehrere Firmen um Angebote für eine Sanierung der Dächer der drei Schwimmbadgebäude gebeten.

Der Marktgemeinderat entschied sich daraufhin für das wirtschaftlichste Angebot, welches die Firma Dennewill aus Unterrodach vorgelegt hatte. Für rund 70 000 Euro werden die alten Welldachplatten durch ein modernes, langlebiges Trapezblechdach ersetzt. Hierzu müssen die asbesthaltigen Platten zuerst fachmännisch entsorgt werden. Diese Arbeiten haben vergangene Woche bereits begonnen.

Sobald das Dach fertiggestellt ist, kann die Firma Münch Energie mit der Montage der Solarmodule beginnen. Das Rugendorfer Unternehmen konnte sich ebenfalls mit dem wirtschaftlichsten Angebot für eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) auf den Schwimmbaddächern gegen weitere eingeholte Angebote durchsetzen. Der Gemeinderat stimmte dem Bau der Anlage für rund 90 000 Euro zu. Der Markt Marktrodach investiert damit aber nicht nur in die klimafreundliche Erzeugung regenerativer Energien, sondern macht sich damit in Zukunft auch unabhängiger von steigenden Strompreisen .

Erhebliche Einsparungen beim Strom

Die 261 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 86,7 kWp (Kilowatt peak) werden künftig knapp 80 000 kWh Strom im Jahr erzeugen. Davon werden für den Betrieb des Schwimmbads im Sommer etwa 60 Prozent als Eigenbedarf genutzt werden, der Rest wird in das Stromnetz eingespeist. Die jährlichen Stromkosten für den Betrieb des „Rodach Beach“ lagen bisher bei durchschnittlich 18 000 Euro. Ab nächstem Jahr wird die PV-Anlage der Gemeinde bereits 11 000 Euro davon einsparen, Tendenz steigend über die Betriebsdauer. Nach 7,24 Jahren wird sich die Anlage dann durch die Einsparung von zugekauftem Strom und die Umsätze aus der Einspeisung amortisiert haben.

Bereits diesen Sommer soll regenerativer Strom auf den Dächern von Kiosk, Umkleiden und Technikraum erzeugt werden. Die Gebäude sind damit die ersten in Gemeindehand, welche mit einer PV-Anlage ausgerüstet werden – weitere werden folgen. red