Kronach freut sich auf die Premiere
Autor: Heike Schülein
Kronach, Montag, 19. Sept. 2022
Zum ersten Mal findet im Landkreis Kronach vom 26. September bis 1. Oktober eine Interkulturelle Woche statt. Mit einem abwechslungsreichen Programm...
Zum ersten Mal findet im Landkreis Kronach vom 26. September bis 1. Oktober eine Interkulturelle Woche statt. Mit einem abwechslungsreichen Programm soll Diskriminierungen entgegengewirkt und das friedliche Miteinander gefördert werden.
Das Motto der bundesweiten Veranstaltungswoche heißt „#offengeht“. Haupt- und ehrenamtliche Akteure der Migrations- und Flüchtlingsberatung der Diakonie , der Partnerschaft für Demokratie Kronach , der Flüchtlingshilfe Kronach , des Jugendmigrationsdienstes Oberfranken-West, der Jugendsozialarbeit an Schulen, dem „Struwwelpeter“ sowie von Kirche, Stadt und Landkreis haben sich zusammengefunden, um ein buntes Programm zu erarbeiten. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“
„Mit der Interkulturellen Woche möchten wir den Blick auf die positiven Aspekte eines gelebten friedlichen Miteinanders der Kulturen richten“, erklärt der Integrationslotse des Landkreises, Jonas Müller. Die erstmalige Beteiligung an der bereits zum 47. Mal stattfindenden bundesweiten Initiative sei zwar bereits vor dem Krieg in der Ukraine geplant gewesen. Dennoch habe die Thematik dadurch an zusätzlicher Relevanz gewonnen. Die enorme Hilfsbereitschaft für die Menschen aus der Ukraine hätte man sich auch für die anderen Flüchtlinge gewünscht.
Die öffentliche Unterscheidung zwischen erwünschten und unerwünschten Flüchtlingen prangert auch Peter Witton vom Planungsteam an.
Ausstellung zum Auftakt
Zum Auftakt finde die Ausstellung „Grenzerfahrungen – Wie Europa gegen Schutzsuchende aufrüstet“ statt, die Bürgermeisterin Angela Hofmann am 26. September eröffnen wird. Auf Plakaten wird bis zum 29. September im Kreiskulturraum die aktuelle Politik der Abschottung und Aufrüstung an den EU-Außengrenzen und deren brutale Folgen für Schutzsuchende gezeigt.
Im Vortrag „Wenn du schwarz bist, bleibst du schwarz!“ berichtet Raphael Ekamba über die Probleme von Menschen afrikanischer Herkunft bei der Arbeitssuche.