Zum dritten Mal verlieh der Markt Küps einen Preis für ehrenamtlich Tätige, gesponsort von den beiden Geldinstituten Sparkasse Kulmbach-Kronach sowie Raiffeisenbank Küps-Mitwitz-Stockheim. Da das Ehrenamt pandemiebedingt zuletzt eingeschränkt war, aber die Einsatztätigkeit der Wehren immer funktionieren musste, sollte nach dem Vorschlag von Bürgermeister Bernd Rebhan das herausragende Engagement der Wehrleute gewürdigt werden. Eine Jury, bestehend aus den Marktgemeinderäten Manfred Pauli, Wolfgang Neumann und Heiko Meusel, griff die Initiative auf und schlug dem Marktgemeinderat vor, alle aktiven Feuerwehrfrauen und -männer auszuzeichnen.

Unter freiem Himmel kamen die Vorsitzenden und Kommandanten der neun Feuerwehrvereine der Großgemeinde Küps in Tüschnitz zusammen, um den Ehrenamtspreis entgegenzunehmen. Bernd Rebhan betonte, dass man wisse, dass ohne das große Engagement der Ehrenamtlichen das Miteinander ärmer wäre. Das Ehrenamt habe pandemiebedingt leiden müssen. Viele Aktive hätten nicht tätig sein dürfen. Dinge wie der Rettungsdienst und der Brandschutz hätten aber auch in der Krise funktionieren müssen.

Pandemie größte Katastrophe

Landrat Klaus Löffler versicherte den Respekt und Stolz des gesamten Landkreises für die Leistungen der Aktiven. Er erinnerte an einen Brand am Heiligen Abend in Tüschnitz, zu dem 100 Aktive ausgerückt waren, um zu helfen, ohne ihre privaten Bedürfnisse zu berücksichtigen. Als längsten Katastrophenfall in der Geschichte nannte er die Pandemie, die das ganze öffentliche Leben beeinträchtige. Es werde im Ehrenamt Großartiges geleistet, und dies sei nicht selbstverständlich.

Kreisbrandinspektor Matthias Schuhbäck meinte, dass mit dem Slogan „Retten, bergen, löschen, schützen“ nicht alle Aufgaben abgedeckt seien, die die Freiwilligen der Wehren leisten würden. Die Einsatzbereiche seien breit gefächert, was auch stetige Weiterbildung erfordere. Sogar während der Pandemie hätten sich Feuerwehrleute schulen lassen und als Hilfspfleger in Alten- und Krankeneinrichtungen mitgeholfen. Caroline Welscher von der Sparkasse Küps und Hans-Ulrich Fuchs von der Raiffeisenbank Küps versicherten, dass ihre Institute mit ihren Möglichkeiten gern zur Würdigung dieses ehrenamtlichen Engagements beitrügen.

Aufgrund schwerster Bedingungen werde das Engagement der Feuerwehrleute bei der Wahrnehmung des Ehrenamts und der Erfüllung einer kommunalen Pflichtaufgabe heuer in besonderer Form gewürdigt. Trotz erheblicher Einschränkungen, unter besonderen Belastungen und erhöhten Gefährdungen hätten die Feuerwehrfrauen und -männer ihre Leistungsbereitschaft weiter unter Beweis gestellt. Aus diesem Grund und mit der starken Unterstützung der Banken sei das sonst übliche Preisgeld in Höhe von 500 Euro heuer auf 3600 Euro angehoben worden, um allen neun Feuerwehrvereinen jeweils 400 Euro zukommen lassen zu können. red