Autorenlesung Der bekannte Krimiautor Martin Walker stellte im Historischen Rathaussaal seinen neuen Roman „Tête-à-Tête“ vor – und zeigte sich von der Kronacher Altstadt tief beeindruckt.
Kronach — „Tête-à-Tête“ heißt der vierzehnte Fall für „Bruno Chef de police“: Eine knisternde Stille herrschte im Historischen Rathaussaal der Lucas-Cranach-Stadt, als der bekannte Krimiautor Martin Walker aus seinem neuen Roman las. Dekan Markus Müller war an diesem Abend nicht nur Gastgeber, er führte auch durch den Abend und las den deutschen Part.
„Ich freue mich sehr, dass ich die wunderschöne Altstadt von Kronach besuchen konnte“, begrüßte der bekannte Autor die zahlreichen Gäste. „Eine so wunderschöne Altstadt ist selten.“ Und er war begeistert, in der Lucas-Cranach-Straße zu sein. Gerne und mit freundlichen Worten signierte er anschließend seine Bücher.
Frankreichs Küche begeistert ihn
Martin Walker, der allein in Deutschland 2,5 Millionen begeisterte Leserinnen und Leser hat, versteht es, in seinen Büchern auf blendende Weise spannende Kriminalgeschichten mit der Geschichte, Kultur und Kulinarik Frankreichs zu verbinden. Für die französischen Nachbarn und Freunde ist es dann schon ein starkes Stück, dass ein Schotte wie Walker eines der besten französischen Kochbücher schrieb. Wie es aussieht, wird es demnächst bei Kronachs Bürgermeisterin Angela Hofmann französische Küche geben – vielleicht verschenkt sie das Buch aber auch und lässt sich bekochen.
Im neuesten Buch hatte Jean-Jaques Jaliepau, Chefinspektor bei der Police Nationale in Périgueux, ausgerechnet bei seinem ersten Mordfall keinen Erfolg. Über dreißig Jahre ist es her, dass in einem Waldstück die Leiche eines jungen Mannes gefunden wurde. Bei einem Besuch im prähistorischen Museum ist Bruno begeistert über Rekonstruktionen, die Menschen lebendig erscheinen lassen. Er bittet eine Design-Studentin, auf Grundlage des Schädels des Opfers dessen Gesicht zu rekonstruieren.
Währenddessen stirbt in Mali ein Soldat, dessen DNA dem als „Oscar“ benannten Opfer zugeordnet werden kann. Dessen Halbschwester Sabine erinnert sich, dass ihre Mutter und deren beste Freundin einst zwei attraktive Männer namens Max und Henri kennenlernten. Aufgrund von Bildern steht bald fest, um wen es sich bei dem Toten handeln muss.