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Bergmann Max als Nothelfer


Autor: Fränkischer Tag

, Mittwoch, 09. Sept. 2026

Jugendbeauftragte der Gemeinde Stockheim wollen Zufluchtsorte für Kinder mit einem Logo versehen
Jugendbeauftragte Lena Detsch erörtert im Gemeinderat die mit ihren Jugendbeauftragten-Kolleginnen und Kollegen ausgearbeiteten Vorschläge und Projekte zur Jugendarbeit in der Bergwerksgemeinde. Dabei wird die Figur des Bergmanns Max (rechts auf der Beamer-Leinwand) eine wichtige Rolle spielen. K.- H. Hofmann


Die jüngste Gemeinderatssitzung fand in der Kultur- und Begegnungsstätte Rentei statt. Sie war eher zum Zuhören gedacht, als zum Herbeiführen von Entscheidungen. Was die Räte anhören durften, war eine durchaus positive Bestandsaufnahme mit Perspektiven für die Kulturarbeit sowie über das Engagement für Kinder und Jugendliche.

Nachdem Wiebke Gressmann (Kultur- und Veranstaltungsmanagerin) die Erfolgsstory des zweijährigen Wirkens in der Kultur- und Begegnungsstätte Rentei vorgetragen hatte, präsentierte Lena Detsch (FW) die Vorstellungen der Ideen der Jugendbeauftragten der Gemeinde Stockheim ; das sind neben ihr Dritte Bürgermeisterin Kristina Heinlein-Schubart ( BFS ), Katrin Schwalb ( CSU ) und Florian Köhler ( AfD ).

Über die Jugendarbeit

Die vier Jugendbeauftragten des Gemeinderats hatten interessante Vorschläge für die Jugendarbeit . So denkt man an ein Projekt in Adaption an das Konzept der „Notinsel“, das schon in einigen Kommunen am Laufen ist. Dies will man allerdings zugeschnitten auf die Bergwerksgemeinde auf allgemeine Hilfeleistungen ausbauen. Dafür soll das Bergwerksmaskottchen, der Bergmann Max, als Erkennungsfigur für Aufkleber gestaltet werden. Dieses Symbol soll in Geschäften und öffentlichen Gebäuden ausgehängt werden.

Das Symbol Max deute daraufhin, dass Kinder an diesen Orten Hilfe erhalten, wenn sie in eine Notlage gekommen sind. Kinder sollen wissen, wo sie in Gefahrensituationen (z. B. Belästigung, oder Streit) schnell Hilfe bekommen. Die Mitarbeiter dieser Geschäfte werden darüber ausreichend informiert. Im Ernstfall werde die Polizei gerufen. Die Jugendbeauftragten denken dabei an eine gute Zusammenarbeit mit Kindergarten, Schule und der Interessengemeinschaft Stockheimer Geschäftsleute.

Die Jugendbeauftragten wollen gemeinsam mit einer Zeichnerin einen Bergmann und eine passende Sprechblase entwerfen.

Als weiteren Vorschlag sehen die Jugendbeauftragten die Installation eines Pumptracks. Ein Pumptrack ist eine spezielle, künstlich angelegte Mountainbikestrecke. Der soll als Alternative für die marode Skaterbahn errichtet werden.

Was Jugendliche wünschen

Ferner spielt man mit dem Gedanken einer Jugendbefragung, was wünschen sich Jugendliche in Stockheim? Die Jugendbeauftragten werden regionale Veranstaltungen am 18. September im Brünnla Rothenkirchen „Club der Ideen“ und ein Treffen der Jugendbeauftragten im Café Kitsch in Kronach am 29. September besuchen.

Bürgermeister Daniel Weißerth dankte den Jugendbeauftragten. Die geplanten Initiativen hörten sich gut an und würden Unterstützung bei den Räten finden, war die Quintessenz nach dieser Vorstellung.

Wiebke Gressmann, die Kultur- und Veranstaltungsmanagerin der Kultur- und Begegnungsstätte Rentei, stellte dann einen Bericht mit Zahlen aus den vergangenen zwei Jahren vor. Sie erinnerte, daran, dass im September 2024 das denkmalgeschützte Gebäude feierlich eröffnet wurde . Seither diene die Rentei als Begegnungszentrum mit regionaler sowie überregionaler Bedeutung, in dem die Bergwerkstradition lebendig erhalten wird. Zu 320 Veranstaltungen kamen über 10.000 Besucher in die Rentei, sagte Wiebke Gressmann. Hinzu kamen 49 Vermietungen des Gewölbekellers für diverse Vereine- und Familienfeiern.

Wie geht es weiter?

In ihrem Ausblick sagte sie, es sei weiterhin wichtig, ein vielfältiges, zeitgemäßes und einladendes Programm für Kinder und Jugendliche zu gestalten. Auch die Erwachsenenbildung werde im Fokus bleiben. „Wir möchten weiterhin Veranstaltungen mit einem Mehrwert für die Gemeinde Stockheim und darüber hinaus veranstalten. Es ist uns ein Anliegen, dabei die Bergbautradition und das Alleinstellungsmerkmal der Steinkohle bewusst zu vermitteln“, sagte sie. Die aktive Einbindung aller Ehrenamtlichen und im Verein Tätigen werde weiter gestärkt.

Positiv wurde die Gründung eines Fördervereins Rentei e.V. aufgenommen. Bereits Ende dieses Monats stehe das nächste große Fest vom Rentei-Verein an: Das Herbstfest im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags, (27. September ab 14 Uhr).

Matthias Friedrich ( CSU ) zeigte sich begeistert von der Vielfalt an Veranstaltungen. Die Bergmannskapelle werde ihr Möglichstes zur Unterstützung von Veranstaltungen tun, sagte er. Daniel Wachter ( BFS ) sagte, er sei der Konzeption zunächst skeptisch gegenübergestanden. Er sei nun aber eines Besseren belehrt worden und finde die Vielfältigkeit an Veranstaltungen gelungen.

Fördergeld generieren

Bürgermeister Daniel Weißerth dankte für die Präsentation. Es gehe nun darum, weiter Fördergeld zu generieren, denn ohne Finanzierung und Unterstützung durch finanzielle Hilfen seien die vielfältigen Aufgaben nicht zu meistern. Die Rentei soll ein Ort für alle bleiben.

Unter Bekanntgaben informierte der Bürgermeister darüber, dass eine Bürgerversammlung am 14. Oktober um 19 Uhr in der Rentei stattfindet. Schwerpunkte seien dabei der Schulhausneubau und die Wärmeplanung.

Weiter setzte der Bürgermeister das Gremium über zwei neu installierte Wanderlauben an gut frequentierten Wanderwegen in Kenntnis.

Unter Sonstiges dankte Josef Porzelt aus Reitsch im Namen der Reitscher Bürger für die gelungene und schöne Einweihungsfeier nach Abschluss der Dorferneuerung am Dorfplatz. Jetzt könne sich das Dorf Reitsch mit seinem Dorfplatz und Kinderspielplatz sehen lassen. Zur Freude aller trug auch die hervorragend organisierte und schön mit Andacht und Musik gestaltete Einweihungsfeier bei. Die Bürger seien alle begeistert gewesen, so Porzel.

Reinhold Müller wies auf eine Grünfläche unterhalb des Bergwerkgeländes hin, die wohl bei Mäharbeiten der Gemeinde vergessen worden sei. Dieser Sache werde man sich annehmen, sagte der Bürgermeister.