Bergleuten ein Denkmal gesetzt
Autor: Heike Schülein
Ludwigsstadt, Freitag, 01. April 2022
Buchvorstellung In der Reihe „Thüringisch-Fränkischer Schieferbergbau“ ist jetzt der vierte Band erschienen.
Blaues Glück, kühler Morgen, Koselstein und Krone – all das sind klangvolle Namen thüringischer Schieferbrüche, die kaum noch jemand kennt. Dabei waren es einst stattliche Betriebe, deren Dimensionen noch heute staunen lassen. Der vierte Band der Reihe „Thüringisch-Fränkischer Schieferbergbau“ stellt die Brüche des reußischen Oberlands, bei Lehesten und Schmiedebach sowie an Schwarza und Weißer Elster vor.
Nach systematischer Archivarbeit brachten die drei Autoren Siegfried Scheidig, Frank Barteld und Frank Schein mehr Licht in die Geschichte vieler Betriebe, die bislang nur bruchstückhaft erforscht war.
Museum in neuem Glanz
„Wir haben uns des Vergehens der kulturellen Aneignung schuldig gemacht, haben wir uns doch als Nichtbergleute mit dem Bergbau befasst“, gestand der Verleger und Chefautor Frank Barteld bei der Buchvorstellung im Deutschen Schiefertafelmuseum in Ludwigsstadt , wo seit Jahren das Herz der Schieferbergbau-Forschung der Region schlägt und das wichtigste Archivgut lagert.
Aktueller Anlass war die Wiederöffnung nach umfassender Sanierung, sodass Museumsleiterin Manja Hünlein die Heimatfreunde in einem im neuen Glanz erstrahlenden Gebäude begrüßen konnte.
„Mit dem Buch möchten wir dem Wirken der Bergleute ein Denkmal setzen“, bekundete der Verleger . Für die bisher herausgebrachten vier Bände habe man bislang 1136 Buchseiten mit 2091 Abbildungen gefüllt. Wert lege man auf eine verständliche Sprache jenseits des „Horrorkabinetts der Verwaltungssprache“. Leider gehe aktuell der Papierpreis durch die Decke. In diesem Zusammenhang dankte Barteld Brigitte und Harald Krzyminski sowie der Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt für die Unterstützung. Auch allen weiteren an der Umsetzung in irgendeiner Form Beteiligten galt sein Dank.