Kreis-Caritas kämpft mit Fachkräftemangel und zahlt Tarif
Autor: Redaktion
Haßfurt, Freitag, 20. Juli 2018
Der Fachkraftmangel ist überall präsent. Der Kreis-Caritasverband weist auf die Konsequenzen hin, stellt aber auch hervor, dass es im Landkreis für die Caritas-Mitarbeiter in der Pflege Gehaltserhöhun...
Der Fachkraftmangel ist überall präsent. Der Kreis-Caritasverband weist auf die Konsequenzen hin, stellt aber auch hervor, dass es im Landkreis für die Caritas-Mitarbeiter in der Pflege Gehaltserhöhungen gab.
Im Gesundheits- und Pflegebereich führt der Fachkraftmangel laut Caritasverband zu Zuspitzungen, weil es hier um die Versorgung von Menschen geht, die äußerst schutzbedürftig sind und spezielle Bedarfe haben. Konkret heißt das: Wenn es keinen Maurer gibt, ist mit steigenden Baukosten und verlängerten Bauzeiten zu rechnen - unschön und schwierig. Wenn es aber keine Pflegekraft gibt, dann bleiben leidende Menschen unversorgt und es entsteht physische menschliche Not. Mitunter sogar existenzielle Not.
Im ländlichen Raum fehlt es an Pflegefachkräften. Die Frauenerwerbsquote ist im städtischen Lebensraum höher als am flachen Land.
In Landkreis Haßberge müssen laut Caritasmitteilung inzwischen fast regelmäßig stationäre Pflegeplätze unbelegt bleiben, weil es an den Händen fehlt, die neue Bewohner fachkundig versorgen. Insofern macht für die Caritas-Verantwortlichen ein Aufbau neuer und weiterer Einrichtungen keinen Sinn.
Auch im ambulanten Pflegebereich fehlt an allen Stellen Personal. So müssen hier ebenfalls Hilfe suchende Pflegebedürftige auf eine Warteliste gesetzt werden, die eigentlich nicht vorhanden sein darf.
Vor allem im Sommer, wenn die Pflegekräfte, die in Lohn und Brot stehen, den verdienten Urlaub antreten und gleichzeitig hohe Nachfragen nach Kurzzeitpflegeplätzen in den Altenheimen bestehen, weil auch pflegende Angehörige mal durchschnaufen müssen, kippt die ohnehin schon prekäre Situation.
Die angemessene und attraktive Entlohnung ist wichtig. Die verbandliche Caritas zahlt nach AVR-Tarif, betont die Geschäftsführerin des Caritasverbands für den Landkreis Haßberge, Anke Schäflein: "Unlängst hat die Arbeitsrechtliche Kommission (AK) für die 620 000 Beschäftigten in den rund 25 000 Caritas-Einrichtungen in Deutschland eine Erhöhung in drei Schritten zwischen 7,4 und 7,88 Prozent mehr Gehalt beschlossen." Damit bleibe die Caritas auf dem Niveau des Öffentlichen Dienstes und damit im Vergleich innerhalb der Sozialverbände ganz oben. red