Kombimodell verbindet Ausbildung und intensive Sprachförderung
Autor: Redaktion
Lichtenfels, Montag, 07. Oktober 2019
Auch in Oberfranken suchen viele Unternehmen händeringend Fachkräfte. Einen Teil dieser Nachfrage könnten Geflüchtete decken. Vor allem sprachliche, aber auch fachsprachliche Defizite gefährden oft de...
Auch in Oberfranken suchen viele Unternehmen händeringend Fachkräfte. Einen Teil dieser Nachfrage könnten Geflüchtete decken. Vor allem sprachliche, aber auch fachsprachliche Defizite gefährden oft den Erfolg einer dualen Ausbildung. Deshalb kooperiert bei dem bayernweit einmaligen Kombimodell "1+2" die IHK zu Coburg mit der Staatlichen Berufsschule Lichtenfels bereits zum zweiten Mal. Im Schuljahr 2018/19 startete eine Klasse des Kombimodells in Lichtenfels mit ausgezeichnetem Erfolg. Heuer konnte Merouane Qsiyer, Ausbildungsakquisiteur für Flüchtlinge bei der IHK zu Coburg, wieder elf Flüchtlinge und sechs Betriebe für dieses Modell begeistern.
Die 1 im Projektnamen steht für ein zusätzliches Jahr Ausbildung, die 2 für die reguläre zweijährige Dauer des Ausbildungsberufs Fachlagerist. Im ersten Jahr sind die Auszubildenden an drei Tagen pro Woche in der Berufsschule Lichtenfels. Dabei erhalten sie neben einer intensiven Sprachförderung erste Einblicke in die Fachsprache der Logistik. An den restlichen zwei Tagen sind sie im Betrieb. Ab dem zweiten Jahr besuchen die Azubis eine reguläre Fachklasse für Fachlageristen und erhalten an einem zusätzlichen Tag Sprachförderung. Im dritten Jahr verbringen sie drei Tage im Betrieb und zwei Tage in der Berufsschule, wobei ein Tag der Sprachförderung und Prüfungsvorbereitung dient. red