Knetzgau hat in den vergangenen 15 Jahren rund 252 Millionen Euro bewegt
Autor: Martin Schweiger
Knetzgau, Mittwoch, 02. Oktober 2019
Einige Probleme, die Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus (CWG, SPD) am Dienstagabend während der Bürgerversammlung im Pfarrsaal ansprach, wünscht sich wohl so manch ein Bürgermeister aus dem Kreis H...
Einige Probleme, die Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus (CWG, SPD) am Dienstagabend während der Bürgerversammlung im Pfarrsaal ansprach, wünscht sich wohl so manch ein Bürgermeister aus dem Kreis Haßberge: Wegen der vielen Zuzüge herrscht Wohnungsnot. Das Gewerbegebiet ist bereits gut gefüllt. Die Nachfrage übersteigt dort das Angebot. Die Kindergärten und die Krippen sind voll. Paulus zeigte auf, wie die Gemeinde reagiert: So erfolgte am Dienstag der Spatenstich für ein Mehrfamilienwohnhaus mit zehn Sozialmietwohnungen am Dülbigweg (siehe den Bericht oben).
In den Ortsteilen wurden Bauplätze durch Abriss alter Gebäude neu geschaffen. Insgesamt gebe es in der Gemeinde mehr als 100 Grundstücke in privater Hand, sagte er. Das Problem sei, dass die Eigentümer die Grundstücke nicht verkaufen wollen, derzeit darauf aber nicht gebaut werde.
In neue Kindergarten- und Krippenplätze habe die Gemeinde investiert. Schwierig sei es jedoch, Personal zu finden.
Die Dreiberg-Schule sei für 14 Millionen Euro renoviert worden und im September 2018 zusammen mit den Sportanlagen eingeweiht worden. Die Sportanlage sei vor den Sommerferien für die Allgemeinheit geschlossen worden, weil dort unter anderem Feuer gemacht worden sei. Eine Videoanlage sei installiert worden, die Drogenkonsum, Wildpinkeln und andere Delikte dokumentiere. Seitdem seien jedoch die Verstöße deutlich weniger geworden, so dass die Sportanlage im kommenden Jahr wieder geöffnet werden solle, wenn die Regeln eingehalten werden, erklärte er.
Zum Thema Wasserversorgung sagte Paulus, dass der Grundwasserspiegel gesunken sei. Knetzgau solle - wie auch Haßfurt - von Schweinfurt her mit 250 000 Kubikmetern Wasser im Jahr versorgt werden. Der Bau einer Hauptwasserleitung von Schweinfurt nach Wohnau werde derzeit ausgeschrieben. Damit sei die Wasserversorgung langfristig gesichert.
Das Hallenbad muss saniert werden. Eventuell angedacht ist ein Allianzbad unter anderem zusammen mit Eltmann. Auch der Bauhof ist laut Paulus sicherheitstechnisch nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Der alte Bauhof soll abgerissen und auf einem gemeindeeigenen Grundstück in der Nähe der Firma "Maincor" neu gebaut werden. Was mit der Fläche des bisherigen Bauhofs geschehen soll, sei derzeit noch völlig offen, sagte Paulus.
Die Renovierung der Hainerter Straße soll Mitte Oktober dieses Jahres abgeschlossen sein.