Brigitte Krause Kleine Einsätze wegen des Unwetters, das melden übereinstimmend die Polizeiinspektionen Haßfurt und Ebern für die Zeit von Montagnachmittag bis Dienstag. Bei Sturmtief "Sabine" sei die Region tatsächlich "mit einem blauen Auge davongekommen", wie es der stellvertretende Leiter der Integrierten Leitstelle Schweinfurt (ILS), Klaus Wörner, vermeldete. Sonntagnacht in dreifacher Besetzung gab es in der ILS aus den Landkreisen Schweinfurt, Haßberge, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld zusammen 168 Einsätze bis zum Dienstag. Am Montag, als "Sabine" punktuell noch für kräftige Regenschauer sorgte, ging es tatsächlich weniger um vollgelaufene Keller, als vielmehr um umgestürzte Bäume und abgedeckte Dachziegeln.

Bisher glimpflich ausgegangen sei das seit der Nacht auf Montag wütende Unwetter, meldete die Freiwillige Feuerwehr Haßfurt. Trotz starken Windes blieb das Haßfurter Stadtgebiet von größeren Schäden verschont. Lediglich neun kleinere Einsätze mussten seit dem frühen Montagmorgen abgearbeitet werden.

Bedrohliche Unwetterwarnungen

Die aktive Unwetterwarnung wirkte aufgrund der vorhergesagten Orkanböen bis zu 120 Stundenkilometer bedrohlich. Daher hatte sich die Feuerwehr Haßfurt auf mögliche Auswirkungen vorbereitet. Zum einen wurden im Laufe der Woche die Kettensägen und Pumpen der Fahrzeuge auf Funktionsfähigkeit geprüft. Zum anderen übte die Unterstützungsgruppe Führung am Sonntagvormittag nochmals die Bedienung der Einsatzführungssoftware in der Einsatzzentrale.

In der Nacht zum Montag erreichten die ersten Ausläufer des Unwetters das Stadtgebiet. Um 3.20 Uhr wurde die Feuerwehr Wülflingen zu einem umgestürzten Baum auf der Straße Richtung Sailershausen alarmiert. Kurz nach 4 Uhr rückte die Feuerwehr Haßfurt zur Sicherung umgestürzter Bauzäune am Marktplatz und zur Bergung einiger Reklameschilder von der Zeiler Straße aus.

Eine zweite Unwetterwelle, nach 9 Uhr, hatte überschaubare Auswirkungen. Ein leerer Baucontainer in der Sylbacher Hangstraße und ein kleinerer Baum auf der Hofheimer Straße in Haßfurt konnten per Hand von der Straße geräumt werden. Um 10.30 mussten einige Dachteile an einem Gebäude am Tränkberg gesichert werden, da sie drohten, auf den Gehsteig zu stürzen. Um 11.35 Uhr wurde ein Baum erkundet, der umzustürzen drohte. Abgesehen von der Absperrung des Bereichs war hier allerdings kein Eingreifen nötig. Den letzten Einsatz stellte ein beschädigtes Dach in der Zeiler Straße dar, bei dem einige abgedeckte Ziegel neu gelegt wurden.

Die Feuerwehr Haßfurt resümierte: Alles in allem blieben die zu erwartenden Zerstörungen durch das Unwetter aus. Mit neun kleineren Einsätzen kam das Stadtgebiet mit einem blauen Auge davon. Da bis Dienstagabend Ausläufer des Orkantiefs zu erwarten waren, blieben die Wehren des Stadtgebiets in Alarmbereitschaft.

Zu einem etwas größeren Sturmschaden war es in Ebern gekommen, wo der Sturm am Montagvormittag bei einer Firma die Wellblecheindeckung abhob und wegschleuderte. Die Feuerwehr Ebern übernahm die Sicherungsarbeit und zerlegte die Wellblechteile, die es abgedeckt hatte.

Den meisten Ärger hatten sicherlich die Eltern, für die die Absage des Unterrichts am Sonntag überraschend kam. Sie hatten für die Betreuung ihrer Kinder zu sorgen, die meisten Kindergärten im Landkreis hingegen hatten geöffnet.