VG Marktbreit will wohl für VG-Neubau ein eigenes Kommunalunternehmen gründen

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Der geplante Bau eines neuen VG-Gebäudes in Marktbreit, hier der Siegerentwurf des Büros Friedrich Poerschke Zwink Architekten, sorgt auch weiter für Diskussion.
Büro Friedrich Poerschke Zwink

Das umstrittene neue Verwaltungsgebäude in Marktbreit soll 13 Millionen Euro kosten.

"Ich kann die Tragweite meiner Entscheidung heute noch nicht abschätzen", sagte Ratsmitglied Matthias Tremmel gleich zu Beginn der Obernbreiter Ratssitzung am Mittwoch. Von den Räten wurde ein Weisungsbeschluss zum Neubau des VG-Gebäudes in Marktbreit gefordert und Tremmel beantragte die Absetzung dieses Tagesordnungspunktes.

Wie berichtet ist wegen der räumlichen Enge der VG im Marktbreiter Rathaus ein Neubau nahe des Kreisverkehrs in Marktbreit geplant. Der Entwurf dafür sorgt nicht nur wegen der hohen Kosten – erste Schätzungen belaufen sich auf 13 Millionen Euro –, sondern auch wegen der Form des Neubaus für Aufregung.

In einer nichtöffentlichen Sitzung aller Rätinnen und Räte in der VG in der vergangenen Woche wurde über mögliche Finanzierungen des Gebäudes beraten. Um die Kosten möglichst niedrig zu halten, wird nun über die Gründung eines Kommunalunternehmens nachgedacht. Dieses Unternehmen soll die Planung und den Bau des Verwalungsgebäudes durchführen und anschließend das Anwesen an die VG vermieten oder übergeben.

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Zur Gründung des Kommunalunternehmens soll die Verwaltung ein Angebot der Firma KFB einholen. KFB steht laut Website für "Kommunales Für Bayern", ein Unternehmen, das seit 30 Jahren Projektentwicklung und Realisierung anspruchsvoller und komplexer Investitionen für Kommunen in Bayern durchführe.

Laut Beschlussvorschlag in der Obernbreiter Sitzung sollten die Vertreter Obernbreits beauftragt werden, in der Gemeinschaftsversammlung für die Gründung eines solchen Kommunalunternehmens zu stimmen und ein Angebot der KFB einholen zu lassen. Ein Beschluss, der für die Mitglieder in der VG-Versammlung allerdings keine Bindung habe und somit laut Tremmel also überflüssig sei. Mit 9:3 Stimmen wurde der Punkt von der Tagesordnung genommen.

Obernbreit beteiligt sich an Energie-Gesellschaft

Auch der Markt Obernbreit wird sich in den Oster- und Sommerferien an der Ferienbetreuung beteiligen. Wie schon zu Wochenbeginn in Marktbreit gab es auch diesmal Bedenken gegen die Höhe der Elternbeiträge. Die 17 Euro pro Tag und Kind waren etwa für SPD-Rat Christian Küster zu wenig. Trotzdem gab es am Ende eine Mehrheit von 9:3 Stimmen für die Ferienbetreuung. Die wird nun an vier Tagen in den Oster- und an zwei Wochen in den Sommerferien stattfinden. Interesse wurde aus Obernbreit für fünf Kinder gemeldet, je nach Beteiligung aus den anderen Gemeinden des Grundschulverbands kämen dann auf Obernbreit Kosten zwischen 1080 und 2700 Euro zu. "Ich denke, das ist überschaubar", sagte Bürgermeisterin Susanne Knof.

Auch Obernbreit beteiligt sich an der Gesellschaft zur Entwicklung von Wind- und Photovoltaik-Kraftwerken im Landkreis Kitzingen. Diesmal war es Martina Sagstetter, die Kritik und Bedenken dagegen hatte. Am Ende waren es zwei Gegenstimmen.

Der Antrag zur Errichtung einer gewerblichen Kleinküche für "Außer-Haus-Verkauf und Errichtung eines Carports mit drei Stellplätzen sowie zeitlich begrenztem Verkauf von Pizzen to go" wurde vor allem wegen der Lage in der Lärchenstraße, die als Sackgasse Zufahrt zum Feuerwehrhaus ist, mit 5:6 Stimmen abgelehnt.

Es war im Dezember 2022 schon der zweite Versuch, ein Baugrundstück im "Sonnenhang II" zu verlosen. Wie bereits beim ersten Mal zogen die Gelosten ihre Bewerbung zurück. Nun werde der Grund laut Bürgermeisterin Knof über die Web-Site der Gemeinde angeboten und "ganz normal verkauft".