Photovoltaikanlage am Umspannwerk bei Martinsheim geplant
Autor: Jens Kuttler
Martinsheim, Dienstag, 30. Januar 2024
Mit der Errichtung eines Solarparks nahe des Umspannwerks beschäftigte sich der Gemeinderat Martinsheim in seiner Sitzung am Montagabend. Dabei wurde im Sitzungssaal in der alten Schule kontrovers diskutiert, ob dieses Projekt in der momentanen Situation weiter verfolgt werden soll.
Mit der Errichtung eines Solarparks nahe des Umspannwerks beschäftigte sich der Gemeinderat Martinsheim in seiner Sitzung am Montagabend. Dabei wurde im Sitzungssaal in der alten Schule kontrovers diskutiert, ob dieses Projekt in der momentanen Situation weiter verfolgt werden soll.
Bereits im August 2021 hatte der Rat sich festgelegt, dass Photovoltaik-Freiflächenanlagen maximal fünf Prozent der Gesamtgemeindefläche ausmachen sollen. Die nun geplante und damals bereits vorgesehene Fläche liegt nördlich vom Umspannwerk westlich von Martinsheim und südlich der Staatsstraße 2271. Damit wird dieses Maximum erreicht, seitdem hat aber die Bundesregierung die Gesetzeslage geändert. Einige Räte befürchten deshalb, dass durch die Privilegierung von Anlagen nahe Autobahnen und Bahnlinien künftig weitere Flächen hinzukommen könnten, auf die die Gemeinde wenig bis keinen Einfluss hat.
1#googleAds#100x100Keine Bürgerbeteiligung vorgesehen
Letztlich stimmte das Gremium mehrheitlich dem Antrag auf Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans und der Änderung des Flächennutzungsplans zu. Der Bebauungsplan erhält den Namen "Solarpark am Umspannwerk". Derzeit ist eine Gesamtleistung von 20 Megawattpeak (MWp) geplant. Wegen der Nähe zum Umspannwerk wird auch darüber nachgedacht, Speicherkapazitäten für die Netzstabilität zu errichten. Für den Anschluss der Anlage muss nur ein Feldweg gequert werden. Eine Bürgerbeteiligung ist derzeit nicht vorgesehen, da eine derartige Anlage, die nicht über das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) gefördert wird, momentan wegen der fehlenden Vergütungsgarantien nicht als lohnende Investition für Privatpersonen angesehen wird.
Das Ergebnis der Jahresrechnung 2022 nahm der Gemeinderat zur Kenntnis. Dieser belief sich laut Bürgermeister Rainer Ott auf 4.166.357,13 Euro im Gesamthaushalt. Davon entfallen 2.594.097,48 Euro auf den Verwaltungshaushalt und 1.572.259,65 Euro auf den Vermögenshaushalt.
In den Friedhöfen in Martinsheim und Enheim sollen in den kommenden Wochen abgestorbene Bäume vom Bauhof entfernt werden, kündigte Rainer Ott an.
Der Bürgermeister informierte, dass für den Anbau am Kindergarten in Martinsheim ein Teil der Gewerke vergeben worden ist. Bislang bewegen sich die Kosten im Bereich der Schätzung. Voraussichtlich am Dienstag, 6. Februar, ist für dieses Projekt eine Bauausschusssitzung mit Architekt Florian Baier. Die nächste Gemeinderatssitzung ist für Montag, 19. Februar geplant.