Geiselwind feiert seine neue Kita: Ein hochmodernes Haus für Kinder

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Das Team der Erzieherinnen in der neuen Kindertagesstätte (Kita) in Geiselwind. Dort gibt es sogar ein Theater mit Bühne zum Spielen für die Kleinen.
Andreas Stöckinger
Zur Einweihung der neuen Kindertagesstätte (Kita) in Geiselwind gab es einen gebackenen Schlüssel für Leiterin Sophia Nicola (Dritte von rechts) ...
Andreas Stöckinger
Ein Blick in die Räume der neue Kindertagesstätte in Geiselwind.
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Zur neuen Kita in Geiselwind gehört die Küche. Hier versorgen Koch Andreas Walter und sein Team neben der Kita auch die Tagespflege-Einrichtung.
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Zwischen Drei-Franken-Schule und dem St. Burkhard-Kindergarten ist jetzt Platz für weitere Kindergarten- und Krippengruppen – und eine zentrale Küche.

Seit dem 11. September sind die Kinder dort eingezogen, gut einen Monat später wurde nun am Kirchweih-Wochenende der Marktgemeinde mit dem Kinderhaus die neue Kindertagesstätte in Geiselwind eingeweiht. Das "hochmoderne Gebäude", wie es Bürgermeister Ernst Nickel nannte, das genau zwischen der Drei-Franken-Schule und dem weiter bestehenden St. Burkhard-Kindergarten seinen Platz hat, bietet künftig Platz für drei Kindergarten- und zwei Krippengruppen.

Nicht nur das, im Gebäude befindet sich auch eine Küche. Von der aus versorgen ein Koch und drei Angestellte neben den Hort-Kindern auch die Schüler in der Geiselwinder Schule sowie die nicht weit entfernte Tagespflege-Einrichtung. Rund sechs Millionen Euro hat das Ganze gekostet, 1,1 Millionen Euro davon sind Zuschüsse vom Staat.

Nicht nur Landrätin Tamara Bischof, gleichzeitig Kreisvorsitzende des Betreibers, dem Bayerischen Roten Kreuz, staunte über das moderne Gebäude. "Sie als Markt Geiselwind haben ihre Zukunft selbst in die Hand genommen, indem sie solche Möglichkeiten für Kinder geschaffen haben", zollte sie Respekt.

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Eine Infrastruktur für die nächsten Jahre

Mit dieser Kita habe Geiselwind etwas für seine Infrastruktur der nächsten Jahre geschaffen, zumal die Großgemeinde wachse. Sechs Millionen Investition Euro sei "schon eine Hausnummer", so Bischof.

Stolz war auch aus dem Worten von Bürgermeister Ernst Nickel zuvor schon heraus zu hören. Die Einweihung sei "etwas wichtiges und großes für die Marktgemeinde." Künftig werden hier bis zu 100 Kinder einen großen Teil ihrer ersten Stunden und Tage des Lebens verbringe. Nickel wies nicht nur auf die "tollen Räume, voll mit Spielsachen", sondern auch aufs große Außengelände hin.

Das nächste Baugebiet steht in den Startlöchern

Rückblickend erwähnte das Gemeindeoberhaupt, dass der Markt 2019 zum Handeln gezwungen gewesen sei, nachdem die Diözese Bamberg mitgeteilt habe, keine Erweiterungen ihrer Kindergärten mehr zu finanzieren. In Geiselwind stehe ein weiteres Baugebiet im Gemeindeteil Holzberndorf vor der Türe, das Schaffen von Kita-Plätze sei unumgänglich gewesen.

Von der Planung bis zur Eröffnung dauerte es nicht allzu lange. Im Juni 2020 fasste der Gemeinderat den Beschluss zum Neubau. Anfang März 2022 erfolgte der Spatenstich, Ende August diesen Jahres war der Hort bezugsfertig.

Darauf ging Planerin Regina Huller ein. Man habe ein Massivholzgebäude in nachhaltiger und ökologischer Bauweise errichtet, das auf einer gedämmten Bodenplatte steht. Der umbaute Raum beträgt 7820 Kubikmeter, die Nutzfläche 1410 Quadratmeter. Huller gefiel das Motto des Hauses "Stärker, bunter, neugieriger". Sie überreichte symbolisch einen gebackenen Schlüssel fürs Gebäude.

Vom Kreisverband des Roten Kreuzes bedankte sich Geschäftsführer Felix Wallström. Die beiden Geistlichen, Pfarrer Joseph und Hans Gernert, segneten schließlich das neue Haus. Zum Gelingen brauche es nicht nur ein tolles Gebäude, sondern auch einen guten Geist in der Einrichtung, so Pater Joseph.

Leiterin Sophia Nicola sagte, dass ihr Team aus zehn Erzieherinnen besteht, die sich um die aktuell 20 Kindergarten- und fünf Krippenkinder im Haus kümmern. Im Anschluss konnte man die Räume besichtigen. In einem befindet sich ein richtiges kleines Theater mit Bühne und einer Leinwand. Eine kleine Küche mit Kaufladen und eine Arztpraxis sind zum Spielen eingerichtet.

Daneben besteht weiter der Kindergarten St. Burkhard, dessen Träger die katholische Kirchengemeinde ist. Mit 75 Kindergarten-Kindern sowie 17 in der Krippe, ist dieser derzeit ausgelastet. Eine Generalsanierung dort steht künftig an. Derzeit laufen Gespräche wegen der Übertragung der Einrichtung von der Kirche an die Gemeinde.