Fülle an Aufgaben für den Markt Kleinlangheim und seine Ortsteile
Autor: Winfried Worschech
Kleinlangheim, Montag, 26. Februar 2024
"Die Arbeiten gehen uns nicht aus und viele davon sind kompliziert". Diese Feststellung der Kleinlangheimer Bürgermeisterin Gerlinde Stier bei der Bürgerversammlung am Sonntagnachmittag im Schützenhaus für Kleinlangheim und die Ortsteile Atzhausen und Haidt/Stephansberg wurde durch die Ausführungen der Gemeindechefin untermauert.
"Die Arbeiten gehen uns nicht aus und viele davon sind kompliziert". Diese Feststellung der Kleinlangheimer Bürgermeisterin Gerlinde Stier bei der Bürgerversammlung am Sonntagnachmittag im Schützenhaus für Kleinlangheim und die Ortsteile Atzhausen und Haidt/Stephansberg wurde durch die Ausführungen der Gemeindechefin untermauert.
Sie freute sich darüber, dass sich trotz des frühlingshaften Wetters viele für die Aufgaben der Gemeinde interessierten. Zur Statistik erfuhren sie, dass die Gesamtgemeinde inklusive der Nebenwohnungen 1742 Einwohner hat, von denen 66,5 Prozent im Berufsleben stehen, der Ausländeranteil liegt bei 9,53 Prozent. Aufgelistet wurden die wichtigsten Daten des diesjährigen Haushalts, der bei gut 6,3 Millionen Euro liegt. Die hohe Gewerbesteuer von rund 450.000 Euro beruht auch auf Einnahmen aus den Photovoltaikanlagen, die Steuerkraft liegt bei 643 Euro pro Kopf, "wir sind auch da auf einem guten Weg".
1#googleAds#100x100Teilsanierung der Schule ist abgeschlossen
Abgeschlossen ist die Teilsanierung der Schule mit neuen Toiletten, energetischen Fenstern und digitaler Ausstattung. Für den Kleinlangheimer Schulverband wurden gut 103.000 Euro Umlage fällig und für den Wiesentheider knapp 59.000 Euro inklusive der Investitionsumlage. Für den Kindergarten muss die Gemeinde alljährlich rund 300.000 Euro beisteuern, da die staatliche Pauschale nicht ausreicht. Die drei Feuerwehren werden jedes Jahr finanziell mit einem Betrag zwischen 30.000 und 50.000 Euro unterstützt. An dieser Stelle spendete die Bürgermeisterin ein großes Lob für den großen ehrenamtlichen Einsatz "und die gute Atmosphäre und Kameradschaft", was auch Beifall der Zuhörerschaft hervor rief.
Zum Thema "Abwasserbeseitigung" kam die Information, dass für Neubau oder Sanierung der Kläranlage mit etwa vier Millionen Euro zu rechnen sei, während der Anschluss an den Abwasserzweckverband Schwarzach gut 3,4 Millionen Euro koste. "Das Problem ist die Klärschlammentsorgung und ich bin heilfroh, dass wir in Schwarzach anschließen können." Kleinlangheimer Abwasserkanäle werden seit 2014 saniert, der Regenüberlauf in der Pfarrgasse zur Kastnersmühle ist in Planung für die Ausschreibung "und ich bin froh, dass die Bahnhofstraße fertig ist".
Sanierung des Abwasserkanals und Erneuerung der Wasserleitung in Stephansberg
Zu den kommenden Investitionen zählt auch die Sanierung der alten Schule in Atzhausen. Als "große Herausforderung" wurden die Sanierung des Abwasserkanals und die Erneuerung der Wasserleitung in Stephansberg bezeichnet. Bei den "sonstigen Baumaßnahmen" ging es um die Erschließung eines Bauplatzes bei der Weidenmühle, einen weiteren Kanal in Haidt und um Arbeiten in der Kirchenburg, zu denen auch die Installation eines Kanalstrangs von der Pfarrgasse her gehört. Für das gemeindliche Wohngebäude "Bahnhofstraße 54" ist eine Generalsanierung notwendig.
Als "Horrorthema" bezeichnete Gerlinde Stier den Glasfaserausbau. Die spanischen Mitarbeiter der Firma GlasFaserPlus hätten kein Deutsch verstanden, etliche Schadensfälle mussten geklärt werden. Dankesworte gab es für Gemeinderat Willi Köhler "ohne den es noch schlimmer gekommen wäre und ich habe die Hoffnung, dass die Arbeiten in den nächsten beiden Monaten zu Ende gehen". Die Ortsteile können noch mit der Förderung ausgebaut werden, kündigte die Bürgermeisterin an.
Lob und Anerkennung für Ehrenamtliche
In Wort und Bild stellte sie den zweiten Bauabschnitt zur Erweiterung des Gewerbegebiets vor, für den keine zweite Abbiegespur nötig ist. Im Bereich der Wutschenmühle muss ein Regenrückhaltebecken gebaut werden. "Es gibt jeden Tag ein anderes Problem mit dieser Baustelle, da der Umbau nicht ohne Barrierefreiheit geht", sagte sie zum Gemeindehaus in der Kirchenburg. Für das große ehrenamtliche Engagement in vielen Bereichen "vom Kindergarten bis zu den Senioren und in den Vereinen" gab es ein großes Lob und Anerkennung durch die Bürgermeisterin, "denn ein gutes Miteinander ist die Grundlage für eine gute Dorfgemeinschaft". Mit viel Beifall in der Runde wurden dieser Einsatz und die vielschichtige Arbeit der Bauhofmitarbeiter gewürdigt.