Der Naturpark Frankenhöhe, gegründet 1974, liegt im Westen Mittelfrankens. Er beginnt oberhalb von Burgbernheim und reicht von Oberdachstetten ...
Der Naturpark Frankenhöhe, gegründet 1974, liegt im Westen Mittelfrankens. Er beginnt oberhalb von Burgbernheim und reicht von Oberdachstetten bis kurz vor Neustadt an der Aisch. Er umfasst 1100 qkm, die höchste Erhebung beträgt 554 m. Im Süden grenzt er an Baden-Württemberg. Die Westseite des Naturparks verläuft entlang der Grenze bis unterhalb Uffenheim. Im Nordosten schließt sich der Steigerwald an. Wir hatten uns den Bereich um die Burg Hoheneck gewählt, sie liegt oberhalb von Ipsheim.
Vom Parkplatz der Burg aus startete unsere Wanderung. Das Wanderzeichen "liegendes Kreuz" führte uns über Jobstgreuth und Wilhelmsgreuth nach Haaghof. Auf dem ersten Wegteil bot sich ein schöner Blick zurück auf die Burg und über die Weinberge von Ipsheim und Weimersheim und bis weit ins Land. Wir passierten die beiden Orte, welche eingebettet in der Natur liegen. Besonders Jobstgreuth wirkt wie ein Juwel. Unser Ziel für die Mittagseinkehr war der Weiler Haaghof. Vorbei an mehreren Fischweihern führte unser Weg in den Ort. Im Gasthaus "Stadt Bad Windsheim" kehrten wir ein.
Haaghof und das Gasthaus haben eine lange Geschichte. Haaghof, ein Weiler, wurde im 30-jährigen Krieg verödet. 1710/17 erwarben Brandenburg-Bayreuthische Wildmeister, das bestehende Haus, welches fast schon vom Wald erobert wurde. Das Gasthaus wurde 1826 erbaut und wird bis heute von den Nachkommen der Wildmeister betrieben. Die Familie kann auf eine über 300 jährige Geschichte zurückblicken.
Nach der Mittagsrast wanderten wir zurück zur Burg Hoheneck, wobei wir einen etwas kürzeren Weg durch den Wald wählten, der auf halben Weg wieder auf unseren ursprünglichen Wanderweg stieß. Hoheneck wurde 1132 erstmals in einer Urkunde erwähnt. 1381 kaufte der Burggraf von Nürnberg die Burg mit Grundbesitz und Wald.. Anfang der 1920 Jahre ging sie in den Besitz eines Münchner Verlagsbuchhändlers über. Sie wurde ein Zentrum der Nazis in Mittelfranken. Die Burg gehört seit 1953 der Stadt Nürnberg und wird seit April 1984 als Jugendbildungsstätte des Kreisjugendringes Nürnberger-Land genutzt.
11 Wanderer waren dabei, das Wetter spielte mit, Sonne bei 14° C.
Von: Horst Hoffmann (Wanderwart, Steigerwaldklub Castell)