Die Verwaltungsgemeinschaft hat ihren Haushalt beschlossen, und Bürgermeister Rainer Morper informierte den Gemeinderat. Bei der Festlegung der Umlagen auf die Mitgliedsgemeinden wurden bei Ramsthal 1110 Bürger zugrunde gelegt. Die Summe der Umlagen für Ramsthal erhöhte sich für 2021 um 4,8 Prozent auf 370 194,87 Euro (Vorjahr 351 161,42 Euro).

Der Kindergarten und dessen Auslastung machten dem Gemeinderat lange Zeit Sorgen. Jetzt präsentierte der Bürgermeister die neuen Planzahlen. Es gibt aktuell ausreichend Kapazität im Kindergarten, so dass man dem vorliegenden Antrag einer Frau aus Bad Kissingen entsprechen konnte, ihr Kind in der Krippe aufzunehmen. Um die Möglichkeit zur Ausbildung als Erzieher zu unterstützen, wird die Gemeinde auch wieder einen Platz für ein Vorpraktikum anbieten. Den Vorschlag von Roland Kühnlein (ABB/Interessengemeinschaft) hier wegen des sehr niedrigen Niveaus ein Gehalt von 500 Euro anstatt der üblichen 450 Euro zu zahlen, lehnte das Gremium ab.

Nachdem in Ramsthal die Straßenbeleuchtung abschnittsweise auf LED-Technik umgestellt wurde, ist ein Nachtrag im Vertrag mit dem Versorger erforderlich. Die neue Regelung, der der Gemeinderat zustimmte, ist in der Summe günstiger.

Klaus Kemmer informierte, dass er bei Bedarf zusammen mit Edwin Metzler nicht mobile Senioren zu ihrem Impftermin nach Bad Kissingen fahren werde. Anmeldungen und Rückfragen können bei ihm erfolgen.

Einem Bauantrag zum Anbau eines überdachten Balkons mit Treppe in der Hauptstraße 88 stimmte der Gemeinderat im Genehmigungsverfahren zu.

Die Freiwillige Feuerwehr Ramsthal legte dem Gemeinderat ihre Bedarfsliste 2021 vor. Im Gegensatz zu den Vorjahren wird die Gemeinde hier stärker gefordert. Größte und unvermeidbare Posten sind die Aufwendungen für die Umstellungen der Wehr auf Digitalfunk und die Anpassung der Sirenensteuerung an diese Technik. Weitere Punkte sind die Anschaffung von Helmen und Schutzanzügen, sowie eines Beamers für Schulungszwecke. Für diese Ausgaben genehmigte der Gemeinderat 18 000 Euro.

Mehrzweckfahrzeug und Tore

In den kommenden Jahren stehen noch einmal deutlich höhere Ausgaben an. Ein neues Mehrzweckfahrzeug, die Sanierung der Tore und die Installation einer Absauganlage in der Fahrzeughalle sind einige der geplanten Anschaffungen, die sich mit rund 117 000 Euro summieren. Details wurden hier noch nicht besprochen.

Die katholische Bücherei legte dem Gemeinderat ihren Rechenschaftsbericht für das abgelaufene Jahr vor. Die Gemeinde unterstützt die Bücherei finanziell. Sowohl der Bestand, als auch die Anzahl der Nutzer der Bücherei entwickelten sich anhaltend positiv. Trotz einer elfwöchigen coronabedingten Schließung war die Anzahl der Ausleihen mit 5661 (Vorjahr 6140) erfreulich hoch. Die Arbeit des Büchereiteams wurde für 2020/2021 mit dem Bücherei-Siegel in Gold des St. Michaelsbund ausgezeichnet (siehe ausführlichen Bericht unten).

Im Rahmen der Entwicklung von mehr Biodiversität werden in der Natur Blühstreifen angelegt. Der Weinbauverein möchte hierzu an einem Projekt des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) teilnehmen und Randstreifen der Weinberge nutzen. Die Gemeinde stimmte dem Vorhaben zu, wird aber keine Pflegemaßnahmen übernehmen.

Einem Auftrag aus der letzten Sitzung folgend legte Rainer Morper ein Angebot zur Beschaffung einer stationären Geschwindigkeitsmessanlage im Ortsbereich vor. Roland Herterich (ABB/ Interessengemeinschaft) schlug als Alternative vor, sich um mehr Radarmessungen der Polizei zu bemühen. Das Gerät soll am Ortseingang aus Richtung Ebenhausen installiert werden und liefert neben der reinen Geschwindigkeitsanzeige weitere Daten, wie die Zahl der Fahrzeuge zu bestimmten Zeiten. Der Vorschlag von Roland Herterich hinsichtlich der Radarmessungen wurde abgelehnt, und der Gemeinderat beschloss die Anschaffung der Geschwindigkeitsanzeige mit einem Solarpanel für rund 2100 Euro. Das bereits vorhandene Geschwindigkeitsmessgerät soll weiterhin mobil eingesetzt werden. Die Gemeinde möchte den Pfarrgarten im Bereich der Treppe vom Dorfplatz zur Kirchgasse kaufen, um ihn zu einem Platz umzugestalten. Details wurden noch nicht genannt bis auf die mögliche Präsentation eines Kunstobjekts. Der Gemeinderat beschloss, der Pfarrpfründe-Stiftung in der Diözese Würzburg ein Angebot zu unterbreiten.