Druckartikel: Kinder spenden 750 Euro für traumatisierte Kinder

Kinder spenden 750 Euro für traumatisierte Kinder


Autor: Redaktion

Kulmbach, Mittwoch, 11. März 2020

Über einen zweiwöchigen Pausenverkauf mit selbstgemachten Snacks nahmen die Schüler der 7. Klasse der Freien Waldorfschule Wernstein Geld ein und spendeten es der Geschwister-Gummi-Stiftung. Aus dem S...
Die Spendensumme von 350 Euro überreichten die Schülerinnen und Schüler der Freien Waldorfschule Wernstein in ihrem Klassenzimmer an Regina Herath von der Geschwister-Gummi-Stiftung Kulmbach (links). Mit im Bild: Klassenlehrerin Heike Bellas (r.). Foto: privat


Über einen zweiwöchigen Pausenverkauf mit selbstgemachten Snacks nahmen die Schüler der 7. Klasse der Freien Waldorfschule Wernstein Geld ein und spendeten es der Geschwister-Gummi-Stiftung.

Aus dem Schulprojekt wurde ein großer Betrag: 350 Euro konnten die Mädchen und Jungen nach zwei Wochen und nach Abzug ihrer Ausgaben zählen. Für ihren Pausenverkauf hatten sie nicht nur belegte Brötchen und Wiener Würstchen selbst zubereitet, sondern etwa auch Streuselkuchen gebacken und Fruchtspieße mit Schokolade bestrichen.

Dafür mussten die drei Mädchen und acht Jungen im Vorfeld selbstständig kalkulieren und einkaufen. Auch auf gute Hygiene legte das Team Wert. Der Erfolg spricht für sich: Mitschüler und Lehrkräfte ließen sich die Snacks schmecken und bezahlten gern dafür.

Klassenlehrerin Heike Bellas ist stolz auf ihre Klasse: "Sie haben das super gemacht. Ich war eher im Hintergrund und habe aufgepasst, dass sich niemand verbrennt. Diese Klasse ist sehr selbstständig." Den Reinerlös dieser Aktion spendete die 7. Klasse jetzt der Geschwister-Gummi-Stiftung. Diese wird Instrumente für die musikalische Früherziehung der Kinder in den Wohngruppen anschaffen: Klangschalen, Flöten und mehr. In den Kinderwohngruppen der Geschwister-Gummi-Stiftung leben um die 70 Kinder im Alter ab einem Jahr, die zum Teil schwere traumatische Erfahrungen gemacht haben.

Bei der Spendenübergabe im eigenen Klassenzimmer zeigten sich die Schüler sehr interessiert am Alltag der Kinder und Jugendlichen im Heimbereich der Stiftung.

Regina Herath, Fachbereichsleitung Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung, beantwortete ausführlich alle Fragen: Haben die Kinder ein eigenes Zimmer? Bekommen sie Taschengeld? Dürfen sie bei Freunden übernachten?

Beim Klingeln der Pausenglocke herrschte noch viel Getuschel über solch ein Leben, das dem eigenen gar nicht so unähnlich, aber doch irgendwie besonders ist. red