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Kelten-Kultur und Kulinarik


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Bad Staffelstein, Mittwoch, 05. Oktober 2016

Das Genusswandern neigt sich dem Ende zu - mit Federweißen und Zwiebelkuchen.
Gerne erklärte sich Nikolaus Schauer bereit, Einblicke in eine Holzofenbäckerei zu geben. Foto: Markus Häggberg


Noch eine Wanderung steht aus, dann hat das Genusswandern rund um den Staffelberg ein Ende. Für diese Saison. Am Mittwoch erfuhr das von Wanderführerin Hildegard Wächter angeführte Ereignis einen vorläufigen Höhepunkt: auf nun schon 25 Mitwanderer warteten Höhenmeter und Federweißer.
Erst hinauf zum Staffelberg, zunächst über eine kleine Exkursion zum keltischen Zangentor, dann über ein Einschwenken auf einen Seitenweg. Als die Wanderer die erste Etappe des Tages hinter sich gebracht hatten, durften sie gar auf Betrachtungen zur Wehrtechnik einer verschwundenen Kultur zurückschauen. Bei grandioser Kulisse muteten manche Streckenabschnitte nach wie vor hochsommerlich statt herbstlich an.
Als der Tross nach Stunden in der Uetzinger Bäckerei Schauer saß, Federweißer und Zwiebelkuchen vor sich, hatte jeder Teilnehmer schon rund zehn Kilometer Fußweg in den Beinen. 1#googleAds#100x100 Aber was das Konzept des gemeinsamen Genusswanderns ausmacht, ist nicht nur die Freude auf das kommende kulinarische Erlebnis, sondern auch die Möglichkeit zu Gesprächen bei gemäßigtem Tempo. Immerhin sind viele Teilnehmer im Verlauf der Saison dieser Wanderreihe des Kur- und Tourismusservice alte Bekannte geworden.
Allen voran, auch beim Tempo, ist die Seniorin und Wanderführerin Hildegard Wächter. Auf die Frage, wie offen man ihr begegnet, wenn sie für ihre Wandergruppen nach einer Möglichkeit zur Einkehr nachsucht, weiß sie zu beruhigen. "Noch nie habe ich Schwierigkeiten gehabt - das machen die aus Freundlichkeit." Gemeint sind die Winzer, Bäcker oder Gaststättenbesitzer rund um den Staffelberg, die sich nach Anmeldung von den Genusswanderern in die Karten schauen lassen oder im Rahmen des Wanderangebots um ihre Verköstigung gebeten werden.


Etliche Höhenmeter bewältigt

Den Erfolg des Genusswanderns führt Wächter bescheiden auf das gute Wetter zurück. Vom Staffelberg über den Keltenweg nach Stublang, entlang der Döberten nach Uetzing und über den "Bierweg Nr. 2" hin zum alten Romansthaler Steinbruch führte die Wanderung. Das verlangt durchaus Strapazen durch einige Höhenmeter ab. Am Ende dürften es wohl 15 Kilometer gewesen sein, die absolviert wurden.
Immer auch mit einem Blick für die Natur, bei dem ein oder anderen Wanderer auch mit Sinn für die Lockungen von Fallobst. Oder für Kunst am Wegesrand, so wie bei dem Steinhaufen an einem Waldweg, der ein Gedicht beherbergt. Immer aber mit Sinn für heimische jahreszeitliche Spezialitäten. Neue Touren zu erstellen, so Wächter, falle ihr nicht schwer. Die Strecken der verschiedenen Wege ließen sich mitunter kombinieren. Wissend genug dafür ist sie, kennt sie doch Verläufe unterschiedlichster Strecken am Obermain und hält auch sonst die Augen für mögliche Touren und Anlaufziele offen.