Keine allgemeine Stallpflicht

1 Min

Auch nach Aufhebung der Aufstallungspflicht ist für die Rassegeflügelzucht das Problem mit der Vogelgrippe nicht gelöst. Die nächste Vogelgrippe kommt besti...

Auch nach Aufhebung der Aufstallungspflicht ist für die Rassegeflügelzucht das Problem mit der Vogelgrippe nicht gelöst. Die nächste Vogelgrippe kommt bestimmt. Das war allen Anwesenden bei der Informationsveranstaltung des Bezirksverbandes Oberfranken der Rassegeflügelzüchter in der Gaststätte "Zum Preußla" in Altenkunstadt klar. Von allen eingeladenen Abgeordneten aus Oberfranken saß allein die SPD-Landtagsabgeordnete Susann Biedefeld bei den Hunderten von Rassegeflügelzüchtern. Und sie reagierte schnell.
Schon eine Woche nach der Veranstaltung war von ihr der Antrag, der die Rassegeflügelzüchter in ihrer Arbeit unterstützt und für manche sogar existenzsichernd ist, im Bayerischen Landtag eingereicht. Nach den Osterferien, voraussichtlich schon am 24. April, wird der Antrag der SPD-Landtagsfraktion zunächst im zuständigen Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz im Maximilianeum behandelt.
Sie fordert in dem Antrag, wie in anderen Bundesländern praktiziert, künftig im Falle einer Vogelgrippe von einer landesweiten Stallpflicht mit Ausstellungs- und Marktverbot für Hobbygeflügelzüchter abzusehen und dies auf tatsächliche Risikogebiete/Sperrgebiete zu begrenzen (Abkopplung der Hobbygeflügelzucht von der kommerziellen Geflügelzucht und -haltung). "Ein weiteres Vogelgrippeszenario, wie in diesem und letztem Jahr, werden viele Geflügel- und Kleintierzuchtvereine nicht überstehen", schreibt MdL Susann Biedefeld in ihrem Antrag an den Landtag. red