Norbert Denninger muss den Sänger-Wettstreit absagen. Der begeisterte Karaoke-Sänger und Oberbürgermeisterkandidat der Partei "Die Partei" hatte seine Mitbewerber zum Karaoke-Wettbewerb eingeladen. Ab...
Norbert Denninger muss den Sänger-Wettstreit absagen. Der begeisterte Karaoke-Sänger und Oberbürgermeisterkandidat der Partei "Die Partei" hatte seine Mitbewerber zum Karaoke-Wettbewerb eingeladen. Aber er erhielt, wenn überhaupt, nur Absagen: Christian Meyer (CSU) hält "eine Karaoke-Veranstaltung nicht für den passenden Rahmen, da es um Themen und Visionen und nicht um Klamauk gehen sollte". Martina Benzel-Weyh wird mit dem Satz zitiert: "Der Spaß wird zum Politikum". Dominik Sauerteig (SPD) verweist darauf, dass der 27. Januar der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust ist und er deshalb nicht teilnehmen wird. Thomas Apfel (Pro Coburg) hat einen privaten Termin. Christian Müller (CSB) und Michael Partes (ÖDP) entschuldigten sich ohne Angabe von Gründen. Ina Sinterhauf (Die Grünen), René Hähnlein (Die Linke) und Dr. Michael Zimmermann (FDP) haben gar nicht geantwortet, berichtet Denninger. Bedauern muss man das nicht. Beim Karaoke geht es darum, anderer Leute Texte nachzusingen. Von Politikern und denen, die es werden wollen, will man hören, was sie selbst denken, meinen und vorhaben. Außerdem widerspricht es allen Gepflogenheiten, dass ein Kandidat so einen Wettbewerb anregt. Ex-Leichtathlet Christian Meyer fordert ja auch nicht zum Wettlauf auf, Hobbyradler Dominik Sauerteig nicht zum Radrennen und Ex-Handballer Thomas Apfel nicht zum Torwandwerfen. sb