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Kein Badewetter für die Staatsministerin


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Trebgast, Donnerstag, 27. Juli 2017

Für ihre jährliche Pressekonferenz zum Thema "Wasserqualität an bayerischen Badeseen" hatte sich Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml dieses Mal den T...
Die Staatsministerin entnahm eigenhändig eine Wasserprobe aus dem Badesee. Bürgermeister Werner Diersch, Landrat Klaus Peter Söllner, Joachim Steiß vom Gesundheitsamt (verdeckt) und Bademeister Manfred Reitmeier beobachten die Situation. Foto: Dieter Hübner


Für ihre jährliche Pressekonferenz zum Thema "Wasserqualität an bayerischen Badeseen" hatte sich Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml dieses Mal den Trebgaster Badesee ausgesucht. Zum Ferienbeginn an diesem Wochenende hat sie gute Nachrichten für alle, die zumindest einen Teil der Sommerferien oder ihres Urlaubs im Freistaat verbringen. "Aktuelle Ergebnisse der Wasseruntersuchungen an allen 376 bayerischen EU-Badegewässern zeigen: Bayerns Badeseen haben eine ausgezeichnete Wasserqualität - das gilt auch für die oberfränkischen Seen wie den Badesee Trebgast, der - als einer von 17 oberfränkischen EU-Badestellen - seit Jahren hervorragende Werte aufweist."
"Das kommt aber nicht von ungefähr", ergänzte dazu Bürgermeister Diersch. "Unsere langjährigen Erfahrungen mit vielen Belastungsfaktoren haben in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren zu diesem heutigen Standard geführt. Der See als Badegewässer hat für uns oberste Priorität. Dem ordnen wir alles andere unter."
Insgesamt fünf- bis sechsmal entnehmen die örtlichen Gesundheitsämter kurz vor und während der Badesaison vom 15. Mai bis 15. September Wasserproben der Badeseen. Beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wird besonderes Augenmerk auf so wichtige Parameter und Indikatoren wie die Darmbakterien "Escherischia coli" und "Intestinale Enterokokken" gelegt. Zusätzlich zu diesen Probenentnahmen führt das Gesundheitsamt zu bestimmten Zeiten auch noch Sichtkontrollen durch, um eventuelle Auffälligkeiten zu erkennen.
"In diesem Jahr wurden bayernweit 1112 Proben genommen. Sie bestätigten die schon in den Vorjahren überwiegend hervorragende Wasserqualität bayerischer Seen", betonte die Ministerin. Werden zu hohe Werte festgestellt, ergreift das zuständige Gesundheitsamt die erforderlichen Maßnahmen. Wenn es unvermeidlich ist, können auch Badeverbote ausgesprochen werden. Die Messergebnisse sind auf der Homepage der jeweiligen Kreisverwaltungsbehörde öffentlich zugänglich.