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Karl Bögelein - ein Torhüter erster Klasse


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Bamberg, Dienstag, 16. August 2016

Der Bamberger Fußball trauert um einen seiner größten Spieler. Karl Bögelein ist im Alter von 89 Jahren in Stuttgart verstorben. Im Bamberg geboren und beim...


Der Bamberger Fußball trauert um einen seiner größten Spieler. Karl Bögelein ist im Alter von 89 Jahren in Stuttgart verstorben. Im Bamberg geboren und beim 1. FC Bamberg groß geworden, hatte der Torwart beim VfB Stuttgart seine erfolgreichsten Jahre.
Bögeleins Start beim VfB war spektakulär. Im Sommer 1951 wechselte er zu den Schwaben, 1952 wurde er mit ihnen deutscher Meister. 1954 folgte der Pokalsieg. Einmal (am 23. Dezember 1951) wurde er in die A-Nationalmannschaft berufen, einmal (1953) in die B-Elf. Mehrere weitere Berufungen in den A-Kader folgten, doch an dem legendären Toni Turek, dem Weltmeister von 1954, kam Bögelein nicht vorbei und verzichtete bald auf weitere Einladungen. 1#googleAds#100x100 166 Mal spielte der Bamberger für den VfB Stuttgart in der damals höchsten deutschen Spielklasse, der Oberliga, von 1957 bis 1963 154 Mal für den SSV Reutlingen.
Als Jugend- und Amateurtrainer kehrte Bögelein, der im Krieg wegen Erfrierungen sieben Zehen verloren hatte und in Spezialschuhen spielte, zum VfB zurück, wurde 1971 mit seinen Teams deutscher Amateur-Vizemeister und 1973 deutscher A-Jugend-Meister. In der Bundesliga sprang er 1972 als Interimstrainer nach der Entlassung von Branco Zebec ein, von März bis Juni 1976 nochmals in der 2. Liga.
Dem VfB Stuttgart blieb er im Vereins-Ehrenrat verbunden. Karl Bögelein fand in Stuttgart auch seine letzte Ruhestätte. red