Mit einer Inszenierung der Landesbühne Rheinland-Pfalz startet der Kreiskulturring am Wochenende 13., 14. und 15. Oktober in seine neue Saison. Das 13-köpfige Ensemble bringt das Schauspiel "Die Jungfrau von Orléans" nach Friedrich von Schiller auf die Bretter, die die Welt bedeuten.
Das tragische Leben der heutigen französischen Nationalheiligen Jeanne d'Arc begann, als Johanna, die 17-jährige Tochter eines lothringischen Landmanns, sich durch göttliche Stimmen berufen fühlte, ihr Heimatland zu retten. Mit Mut und festem Glauben führte sie im Hundertjährigen Krieg die französischen Truppen zum Sieg über die englische Besatzung und feindlichen Burgunder.


Verrat und Intrigen

Die Jungfrau von Orléans geleitet 1429 den Dauphin zur Krönung in der Kathedrale von Reims, doch als die entscheidende Schlacht bei Paris scheitert, wendet sich König Karl VII. von ihr ab. Durch Verrat und Intrigen des burgundischen Hofes gerät sie in englische Gefangenschaft und wird vom Bischof von Beauvais in einem darauffolgenden Gerichtsprozess 1431 zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. 24 Jahre nach der Verbrennung in Rouen strengte die Kurie einen Revisionsprozess an, in dem das Urteil des proenglischen Bischofs aufgehoben und Jeanne zur Märtyrerin erklärt wurde. Im Jahr 1909 wurde sie von Papst Pius X. selig und 1920 von Papst Benedikt XV. heilig gesprochen. Ihr Gedenktag ist der 30. Mai, an dem man ihrer sogar in der Church of England gedenkt.


Karten im Vorverkauf

Alle Abende im Kronacher Kreiskulturraum an der Siechenangerstraße beginnen um 19.30 Uhr. Karten sind im Vorverkauf für 20 Euro (Schwerbehinderte 14 Euro, Schüler, Studenten, Arbeitslose neun Euro) beim Kreiskulturreferat im Landratsamt Kronach, Güterstraße 18, Telefonnummer 09261/678-300 und 678-327 sowie per E-Mail an gisela.lang@lra-kc.bayern.de erhältlich. An den jeweils eine Stunde vor Beginn der Veranstaltungen geöffneten Abendkassen ist ein erhöhter Preis zu bezahlen. Gerne schickt das Kreiskulturreferat gedruckte Informationen zu und berät bis Freitagmittag vor Beginn der Saison über den Erwerb von Abonnements (95 Euro beziehungsweise 75 Euro für Behinderte ab 50 % sowie 50 Euro für Schüler, Studenten und Arbeitslose).