"Nach zwei Jahren Abstinenz zogen endlich wieder einmal Fahnenabordnungen und Schützenkönige durch die Straßen" - mit diesen Worten begrüßte vergangenen Sonntag 1. Gauschützenmeister Armin Hahn die Gäste zur Jahreshauptversammlung im Rahmen des 70. Bezirksschützentags in der Rhönfesthalle in Stangenroth. Alle Ehrengäste, Burkardroths Bürgermeister Daniel Wehner, Landrat Thomas Bold, Staatssekretär Sandro Kirchner, MdL Berthold Rüth und Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel hoben die Bedeutung der Schützengemeinschaft für den Sport und die Gesellschaft hervor.

3. Landesschützenmeister Hans Hainthaler sagte, 2022 sei das Jahr des "Neustarts". Er ging auf die sportlichen Ereignisse ein und sprach die Themen digitale Konzepte aufbauen, die Kultur der Schützen pflegen und ein Waffenrecht mit Augenmaß an. Auch das vergangene Jahr sei wieder von restriktiven Maßnahmen geprägt gewesen, so dass über das Schützenjahr 2021 wieder nur sehr wenig berichtet werden könne, sagte 1. Bezirksschützenmeister Mathias Dörrie. Sowohl gesellschaftlich als auch sportlich verlief das vergangene Jahr alles andere als optimal. Vorwürfen, dass G-Regeln vom Verband oder Schützenbezirk erlassen worden seien, widersprach Dörrie nochmals vehement. Positiv sei jedoch gewesen, dass dank der bayerischen Staatsregierung alle Schüler über die Wintermonate ohne Gs oder zusätzliche Tests am Schießsport und explizit am Training teilnehmen konnten.

Anhand der rückgängigen Mitgliederzahlen (Bayerischer Sportschützenbund rund 7700) der beiden vergangenen Jahre werde deutlich, dass Jugendarbeit in den Fokus genommen werden muss. Mit der neuen Disziplin Blasrohrschießen könnten schon die Kleinsten in die Vereine gelockt werden. Schüler sollten sprichwörtlich "beim Schopf gepackt" und Perspektiven im Schießsport in den Vereinen aufgezeigt werden. Sowohl Lichtpunktschießen als auch der Bogenbereich seien adäquate Mittel, Kinder und Jugendliche zu gewinnen. Gezielte Öffentlichkeitsarbeit gelte auch für Erwachsene. Weiter stehen Aus- und Weiterbildung im Fokus des Schützenbezirks. Dörrie appellierte, die Angebote, auch online, anzunehmen.

Im Rahmen des 70. Bezirksschützentags in Stangenroth wurden Funktionäre für langjähriges Engagement gewürdigt. Für seine herausragenden Dienste im unterfränkischen Schützenwesen wurde Reinhold Köppel zum Bezirksehrenmitglied ernannt.

Das Ehrenkreuz Stufe I Gold des Deutschen Schützenbunds erhielt Alfons Hock, Schützengau Maintal. Die Bezirksehrennadel in Gold erhielt Michaela Hobner, Bezirksehrenmitglied.

Das Großes Ehrenzeichen in Silber/Bayerischer Sportschützenverband ging an Lothar Klühspies, SC Birkenfeld.

Das Ehrenkreuz Stufe III Bronze/Deutscher Schützenbund ging an Monika Rippberger, Schützengau Schweinfurt und Gottfried Hörnig, 3. Bezirksschützenmeister.

Die Bezirksehrennadel in Silber erhielten Brigitte Zorn, BSG Gochsheim; Otto Iff, SV Grafenrheinfeld; Werner Limbach, SV Sennfeld; Manfred Kuhn, KKSG Sulzbach; Burkard Voll, SV Reiterswiesen; Karl Franz, SV Leinach; Jochen Schebler, SV Leinach.Die Kleine Ehrennadel/Bayerischer Sportschützenbund ging an Andreas Kleineberg, Schützengau Mittelmain.

Die Verdienstnadel in Gold/Deutscher Schützenbund erhielt Bianca Krämer, 2. Bezirkssportleiterin.

Die Große Ehrennadel/Bayerischer Sportschützenbund erhielten Annette Kirchner, Schützengau Mittelmain; Peter Krückel, SG Geldersheim; Manfred Berberich, SV Umptenbach; Martin Härter, Schützengau Rhön-Grabfeld; Sven Weigand, Schützengau Mittelmain; Norbert Mahr, Schützengau Schweinfurt.

Bezirksjugendkönig ist Maximilian Ott, 1.Bezirksjugendritter ist Hannah May, 2. Bezirksjugendritter Melissa Hofmann.

Bezirksschützenkönig ist Michelle Find,

1. Bezirksritter ist Lukas Kirchner und 2. Bezirksritter Jennifer Beck. ksg