Ein Brand in einer Holzvergaser-Heizung - das war die Annahme bei einer Großübung am Donnerstagabend im Sägewerk Wernlein in der Holzmühle. Für den Kommandanten der Feuerwehr Lösau, Jan Fischer, war die Übung zugleich eine Art "Feuertaufe", denn er war erst im April in dieses verantwortungsvolle Amt gewählt worden.

Seine Ausbildung hatte Jan Fischer noch in der Kulmbacher Feuerwehr absolviert, anschließend war er dort auch zehn Jahre aktiv. Das bot letztlich auch die Gewähr dafür, dass die Übung mit den Wehren aus Lösau, Kirchleus, Oberdornlach und Höferänger wie am Schnürchen klappte.

Die Wasserförderung wurde über einen Teich unmittelbar an der Bundesstraße 85 vorgenommen. Drei Motorpumpen waren im Einsatz, um das Löschwasser über 50 bis 60 Meter mit drei B-Leitungen zur Brandstelle zu bringen.

Kommandant Jan Fischer erläuterte den Ablauf. "Die Aktiven haben dann um das Gebäude, in dem die Heizung eingebaut ist, eine sogenannte Riegelstellung aufgebaut. Das heißt, dass sie eine Art Wasserwand zwischen den angrenzenden Gebäuden aufgebaut haben, um zu verhindern, dass das Feuer überspringt."

Ein Innenangriff war bei der Übung nicht notwendig, weil sich zu dem Zeitpunkt keine Personen in der Heizanlage befanden. Kreisbrandmeister Peter Hochgesang war aufmerksamer Beobachter des Szenarios. Er bescheinigte den beteiligen Wehrleuten einen geordneten und besonnenen Löscheinsatz.

Auch Kommandant Jan Fischer selbst, der die Übung ausgearbeitet hatte, zeigte sich mit dem Ablauf zufrieden.

Bei einer Brotzeit dankte Fischer der Familie Wernlein. Sie hatte die Erlaubnis erteilt, dass diese Übung auf dem privaten Gelände des Sägewerks durchgeführt werden konnte.