"Ja, es ist in trockenen Tüchern"
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Reitsch, Dienstag, 07. Mai 2019
Die Fußball-Kreisklassisten SV Reitsch und TSV Gundelsdorf wollen ab der nächsten Saison gemeinsame Sache machen. Davon würde der FC Burggrub profitieren, der nicht direkt absteigen müsste. Auch in Gehülz wird fusioniert.
Christoph Böger Die Gerüchteküche brodelt schon lange, aber jetzt gibt es Offizielles: "Ja, es ist richtig. Der SV Reitsch wird mit dem TSV Gundelsdorf ab der Spielzeit 2019/2020 gemeinsame Sache machen." Philipp Baumann, Spielleiter bei den Reitscher Fußballern, bestätigte auf Nachfrage des Fränkischen Tags die ehrgeizigen Zukunftsplanungen der beiden Kreisklassen-Vereine.
Eine Spielgemeinschaft sei beschlossene Sache, viele Details sind bereits geklärt, einige Kleinigkeiten müssen noch besprochen werden: "Aber unsere Zusammenarbeit ist in trockenen Tüchern", sagt Baumann stolz.
Grünbeck bereits informiert
Bereits am 20. April, also an dem Sonntag, als der SV Reitsch beim Nachbarklub TSV Gundelsdorf das letzte Mal um Punkte kickte, sei Kreisspielleiter Egon Grünbeck mündlich informiert worden. Die entsprechende schriftliche Bestätigung folgt nach den Worten Baumanns in den nächsten Tagen.
FC Burggrub in der Relegation?
Darin wird der SV Reitsch, der derzeit den Relegationsplatz in der KK 4 einnimmt, seinen Verzicht an der Kreisklasse und damit auch an möglichen Relegationsspielen um den Klassenerhalt erklären. Das hätte natürlich auch Folgen für andere Vereine. Egon Grünbeck bestätigt, dass der SV Reitsch in einem solchen Fall satzungsgemäß nach der Punktrunde an das Tabellenende der Kreisklasse 4 Kronach gesetzt werden würde.
Die erzielten Punkte gegen Reitsch würden für alle Kreisklassisten zwar Gültigkeit behalten, doch die beiden davor platzierten Teams - der FC Burggrub und der FC Seibelsdorf - rutschen dann jeweils um eine Tabellenposition nach oben.
In diesem Fall würden die Burggruber in den Genuss von Relegationsspielen kommen und könnten die Klasse also doch noch halten. Seibelsdorf würde als Vorletzter trotzdem absteigen und der TSV Windheim wäre automatisch gesichert.
Allerdings betont der Kreisspielleiter in diesem Zusammenhang ausdrücklich, dass er bislang nur mündlich von dieser Absicht Kenntnis habe, schriftlich - "und das ist entscheidend"/O-Ton Grünbeck - lag ihm bis gestern noch keine Verzichtserklärung vor. Deshalb ist dieses Szenario auch noch nicht offiziell.