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Ist die Waldumbau-Offensive in Gefahr?


Autor: Redaktion

Kronach, Donnerstag, 14. Februar 2019

Die Kreisgruppe Frankenwald des Bundes Deutscher Forstleute (BDF) freute sich, bei ihrer jüngsten Versammlung in Kronach den Landesvorsitzenden Bernd Lauterbach begrüßen zu können. Dieser erfüllte die...
Neuwahlen des Vorstandes gab es bei der Kreisgruppe Frankenwald des Bundes Deutscher Forstleute; das Bild zeigt (von links) Bezirksvorsitzenden Dirk Wahl, Max Heindl, Armin Hanke und Landesvorsitzenden Bernd Lauterbach. Foto: BDF Bayern/Kreisgruppe Frankenwald


Die Kreisgruppe Frankenwald des Bundes Deutscher Forstleute (BDF) freute sich, bei ihrer jüngsten Versammlung in Kronach den Landesvorsitzenden Bernd Lauterbach begrüßen zu können. Dieser erfüllte die in ihn gesetzten Erwartungen und brachte Neuigkeiten zu aktuellen berufs- und waldpolitischen Informationen mit.

So zeigte sich Lauterbach gleich zu Beginn bestürzt darüber, dass bereits beschlossene Themen wie der Waldpakt Bayern plötzlich keinen Eingang in den aktuellen Haushalt finden sollen. Der Waldpakt Bayern ist eine Richtungsentscheidung der bayerischen Politik vom Juli 2018 hin zu klimagerechteren Wäldern. Mit mehr Personal auf der Fläche sollen wichtige Aufgaben wie der Waldumbau im Privat- und Staatswald, die Beratung privater Waldbesitzer, die Stärkung der forstlichen Zusammenschlüsse, aber auch der Waldnaturschutz noch stärker unterstützt werden.

Auch die in diesem Zusammenhang geplanten Stellenmehrungen bei der bayerischen Forstverwaltung stehe auf der Kippe. "Das bedeutet", erklärte Lauterbach, "dass die Waldumbau-Offensive, die für die kommenden Jahre geplant ist und im Zeichen des Klimawandels dringend benötigt wird, so weder personell machbar noch finanziert sein wird."

Er kündigte an, bis zum Festzurren des Doppelhaushalts 2019/20 im bayerischen Landtag noch einmal alle Anstrengungen zu unternehmen, um die getätigten politischen Zusagen aus 2018 auch im Haushalt für die kommenden zwei Jahre fixiert zu sehen. Es schloss sich eine rege Diskussion an, bei der immer wieder der Verdruss über politische Entscheidungen spürbar war.

Forstministerin beruhigt

Zwischenzeitlich hat Forstministerin Kaniber klargestellt, dass der Regierungsentwurf für den Doppelhaushalt 2019/2020 keine Abkehr von politischen Zusagen zur Waldumbau-Offensive 2030 und zur Unterstützung der forstlichen Zusammenschlüsse bedeute. Ganz im Gegenteil: Die Staatsregierung beabsichtige nicht nur die forstlichen Fördermittel markant zu erhöhen, sondern werde auch in den nächsten beiden Jahren 30 neue Försterstellen schaffen.

Nach den Ausführungen des Landesvorsitzenden und der Berichterstattung zum abgelaufenen Jahr in der Kreisgruppe standen Neuwahlen auf der Tagesordnung. Förster Max Heindl (Revierleiter bayerische Staatsforsten im Landkreis Kronach) stellte sich der Wahl und wurde einstimmig gewählt, ebenso sein Stellvertreter Armin Hanke (ebenfalls Revierleiter bayerische Forstverwaltung im Landkreis Kronach).

Die Kreisgruppe Frankenwald des BDF umfasst die Landkreise Coburg, Kronach, Kulmbach sowie Teile von Hof, Bayreuth und Lichtenfels. Der neue Vorsitzende bedankte sich bei Albrecht Roth (Revierleiter bayerische Forstverwaltung im Landkreis Hof), der dieses Amt lange Zeit innehatte.

Weitere Informationen rund um den Berufsverband gibt es unter www.bdf-bayern.de. red