Unter dem Stichwort "innerörtliche Nachverdichtung" läuft die Erschließung der Bebauungsfläche zwischen Friedhof mit Moritzkirche und dem katholischen Gotteshaus St. Marien. Nach einstimmigem Votum des Gemeinderats in öffentlicher Sitzung am Mittwochabend soll die Maßnahme 2020 realisiert und anschließend als öffentliche Verkehrsfläche gewidmet werden.

Sie ist als Ersatz für die Innerortsstraße Brunnenberg mit Schaffung einer neuen Hauptzufahrt von der Marienstraße zum Parkraum südöstlich der Friedhofsanlage zu werten. Das Einvernehmen der katholischen Kirchenstiftung sowie eine Zusage der Kostenbeteiligung für Sanierungs- und Gestaltungsmaßnahmen liegen vor. "Die Fläche wird in das erweiterte Sanierungsgebiet aufgenommen und ist nach bestehenden Richtlinien förderfähig", unterstrich Zweiter Bürgermeister Claus Höcherich als Sitzungsleiter.

Tanja Roßmann erstattete dem Gremium Bericht über die Seniorenarbeit in der Gemeinde und den Einsatz der "Häuslichen Hilfen". Dazu zählen Hilfestellungen im Haushalt, Begleitung bei Einkäufen und Betreuung von aktuell 15 Senioren. Darüber hinaus machen rund 80 Personen unter fachkundiger Anleitung Training und Gymnastik. Ebenso gehören regelmäßige Veranstaltungen wie das Seniorencafé, Ausflüge und Tanznachmittage in der Domänenhalle zum Angebot. Wolfgang Hasselkus (Rödental) als Seniorenbeauftragter des Landkreises habe diese Angebote gelobt. Dringend seien junge Leute notwendig, die Lust aufs Ehrenamt haben, sagte Roßmann.

Über die Schüler- und Jugendarbeit informierte der seit 2004 in Sonnefeld wirkende Jugendpfleger Björn de Rooij. Bei selbst organisierten Ferienprogrammen und Ausflügen seien mehr als 900 Teilnehmer registriert worden. Zunehmender Beliebtheit erfreuten sich wöchentliche Jugend- und Teenietreffs mit abwechslungsreichem Programm im Bürgerzentrum. Ebenso zählt der Dipl.-Sozialpädagoge die Unterstützung der Seniorenarbeit zu seinem Aufgabenbereich.

"Wir müssen das Miteinander der Generationen pflegen", begründete er dies. Erwähnenswert für die Gemeinderäte hielt de Rooij auch den zweiten Nachtflohmarkt im Domänenbereich und die Kooperation mit der Sozialarbeit an der Grund- und Hauptschule, bei der trotz sinkender Schülerzahlen in der Schülerbetreuung steigende Buchungen zu verzeichnen seien. Claus Dötschel (Hassenberg) lobte die Initiativen und das erfolgreiche Wirken des Jugendpflegers, der alle Generationen berücksichtige.

Einstimmig bestätigte das Gremium den wiedergewählten Kommandanten Markus Pechtold und seinen Stellvertreter Tobias Kaindl für die Feuerwehr im Gemeindeteil Neuses am Brand.

Die drei Fraktionen des Gemeinderates würdigten Einwände und Anregungen aus den Bürgerversammlungen in Sonnefeld, Gestungshausen und Hassenberg detailliert. Verfolgt werden soll der Vorschlag, Gestungshausen in das landkreisweite Rufbussystem einzubinden. Guido Löffler hatte Fragen wegen der Hochwasserfreilegung der St 2708 östlich von Wörlsdorf. Hauptamtsleiter Stefan Markus erklärte, es stünde eine Abstimmung mit dem federführenden Wasserwirtschaftsamt an. Anschließen werde das Projekt in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen vorgestellt.

Kämmerer Heiko Lech gab Abschlussdaten zum schwierigen Haushaltsjahr 2019 bekannt. Danach erreichte der Verwaltungshaushalt ein Volumen von 8,3, der Vermögenshaushalt 3,2 Millionen Euro. Lech: "Als Minuszuführung vom Vermögens- zum Verwaltungshaushalt waren rund 400 000 Euro erforderlich. Damit wurde die ursprüngliche Planung halbiert. Um wie in den Vorjahren Kreditaufnahmen zu vermeiden, musste zum Haushaltsausgleich auf unser Sparbuch zugegriffen werden."