"Die Energiepreise gehen durch die Decke, es macht Sinn, auf LED-Lampen umzustellen", betonte zu Beginn der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates Bürgermeister Matthias Klement (CSU). Das Bayernwerk hatte im Auftrag des Gremiums dazu ein Konzept erstellt, das Günter Jira, stellvertretender Leiter des Kommunalmanagements Unterfranken der Bayernwerk Netz GmbH, nun vorstellte.

In den vier Ortsteilen (Maßbach, Poppenlauer, Volkershausen und Weichtungen) müssen insgesamt 751 Straßenlampen umgestellt werden, teilweise sind auch neue Masten notwendig.

Nach neun Jahren amortisiert

Das kostet 350.000 Euro. 350.000 Kilowattstunden Strom (68 Prozent) können damit pro Jahr eingespart werden, rechnete Jira vor. Das bedeutet eine Einsparung von 42.000 Euro pro Jahr (Strom- und Wartungskosten zusammengerechnet). Die Umstellung hat sich nach neun Jahren amortisiert. In den Kosten noch nicht enthalten sind mögliche Zuschüsse durch den Bund, um die sich das Bayernwerk kümmern will.

Das Unternehmen kümmert sich um den Förderantrag. Sobald ein Bescheid vorliegt, macht es ein konkretes Angebot. Angesichts längerer Lieferzeiten für die Lampen rechnet Jira damit, dass die Gemeinde ab dem Winter 2023 davon profitieren kann.

Blackout nicht wahrscheinlich

Zur Lage auf dem Strommarkt sagte Jira vom Kommunalmanagement: "Ein großer Blackout ist aus unserer Sicht möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich. Im Moment verkaufen wir Strom ins Ausland."

Und zum Vorschlag, Straßenbeleuchtungen nachts abzuschalten, sagte er, "wenn der Strom am Tag reicht, reicht er nachts sowieso". Der Marktgemeinderat stimmte für die Umrüstung auf LED-Beleuchtung - für eine mögliche Nachtabschaltung diesen Winter stimmten jedoch nur drei Marktgemeinderäte.

Die Marktgemeinde bekommt die Preissteigerungen im Baugewerbe stark zu spüren. Außenputzarbeiten samt Wärmedämmverbundsystem für den Kinderhort in Poppenlauer vergab der Marktgemeinderatfür gut 74.000 Euro. Die Kostenberechnung des Architekten lag bei 58.000 Euro. "Die höheren Kosten resultieren aus den allgemein gestiegenen Preisen", heißt es in der Sitzungsvorlage.

Beteiligung an Klimaprojekt

Der Marktgemeinderat stimmte auch zu, dass sich die Gemeinde an dem Projekt "Klimaschutzkoordination" des Landkreises beteiligt. Ziel dieses Projektes ist es, Klimaschutz auch in Kommunen zu ermöglichen, für die aufgrund ihrer Größe kein eigenes Klimaschutzmanagement infrage kommt.

Die Gemeinden sollen befähigt werden, durch die Unterstützung des vom Landkreis angestellten Klimaschutzmanagers selbst aktiv zu werden. Die Kosten für die Gemeinde betrage jährlich 825 Euro. Der Marktgemeinderat stimmte einstimmig zu.