95 Jahre alt, geistig fit und körperlich nur durch ihre Beine gehandicapt - so könnte man die Jubilarin Rosi Holze in Wallenfels beschreiben. Sie ist eine echte Schwäbin und hat auch in ihrem hohen Alter ihren schwäbischen Dialekt noch nicht verlernt.

Sie kommt vom Bodensee, machte 20 Jahre Station in Berlin, und zusammen mit ihrem Mann Herbert "verliebte" sie sich in den Frankenwald, besonders in das kleine Dörfchen Nurn. Kennengelernt hatten sie die Gegend in ihren Urlauben, die sie in Steinwiesen in der Pension Kalbskopf verbrachten. Eine ideale Gegend zum Spazierengehen und Wandern, auch wenn die Zonengrenze nicht weit weg war.

Nachdem Herbert in Rente gegangen war, kauften sie in Nurn ein Grundstück und bald wurde der Ort ihre zweite Heimat. "Wir sind damals sehr gut aufgenommen worden und ich habe auch jetzt viele Freunde, die mich besuchen", sagt Rosi Holze.

Zwei Töchter haben die Heinzes, Christa und Sonja, die jedoch in Berlin und Flensburg leben. Drei Enkel vervollständigen die Familie. Leider ist ihr Mann 2008 verstorben und seit dieser Zeit lebte sie allein und führte ihren Haushalt. Doch nach einem Sturz ging das nicht mehr: Und so ist sie vor einem Jahr im Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth in Wallenfels eingezogen. Dort gefällt es ihr außerordentlich gut. Doch die Bekannten und Freunde aus Nurn haben sie nicht vergessen, und deshalb gaben sich an ihren Jubeltag die Gratulanten die Klinke in die Hand.

Zum Geburtstag gratulierte neben der Familie auch Bürgermeister Jens Korn, der zugleich Glückwünsche von Landrat Klaus Löffler überbrachte. sd