In den Feriengebieten war vom Putsch nichts zu merken
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Bamberg, Freitag, 22. Juli 2016
Die Türkei ist beziehungsweise war eines der von deutschen Urlaubern am stärksten frequentierten Reiseziele. Wie ist die Situation heute - nach den Anschläg...
Die Türkei ist beziehungsweise war eines der von deutschen Urlaubern am stärksten frequentierten Reiseziele. Wie ist die Situation heute - nach den Anschlägen in Istanbul und Ankara und den Unruhen in der vergangenen Woche? Peter Görtler vom Bamberger Reisebüro Schiele kennt die aktuelle Situation in der Reisebranche und gibt Auskunft.
Wie sind Ihre eigenen Erfahrungen mit den Türkei-Buchungen in diesem Jahr?
Die Zahl der Buchungen hat sich nach den Anschlägen zu Beginn dieses Jahres auf jeden Fall spürbar verringert.
Wohin wenden sich die Urlauber, wenn sie nicht mehr in die Türkei fahren?
Die beliebtesten Reiseziele liegen in diesem Jahr vor allem in sicheren EU-Ländern wie Spanien, Italien und Griechenland sowie Portugal.
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Aber auch Marokko sowie Ägypten und Tunesien, die beide nach Anschlägen schwere Einbrüche im Tourismusgeschäft hinnehmen mussten, sind als Urlaubsziele wieder etwas stärker gefragt.
Nach dem Putschversuch in der Türkei: Wie reagieren Kunden, die eine Türkeireise gebucht haben?
Es gab in unserem Haus nur ganz wenige Türkeiurlauber, die von einer Reise dorthin Abstand nehmen wollten, vielleicht drei oder vier. In der Regel kann man ohne große Probleme umbuchen. Die Konditionen sind aber je nach Veranstalter unterschiedlich. Einer unserer Vertragspartner verlangt 50 Euro Gebühr, wenn man 30 Tage vor Reiseantritt ein anderes Ziel wählt.
Was geben Sie Kunden mit auf den Weg, die trotz allem nicht auf ihre Reise an die türkische Mittelmeerküste verzichten möchten?
Zur Beruhigung aller, die dennoch in die Türkei
fahren, kann ich berichten, dass sich eine Kollegin von mir exakt zur Zeit des Putschversuchs in einer Ferienregion in der Türkei aufgehalten hat. Von den politischen Unruhen war dort nicht das Geringste zu bemerken. Beachtet werden sollten halt die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes, das empfiehlt, die beiden Großstädte Ankara und Istanbul sowie größere Menschenansammlungen zu meiden.
Die Fragen stellte
Gertrud Glössner-Möschk