Die Sanierung des "Schwabachstüberls" stand in der Gemeinderatssitzung in Kleinsendelbach auf der Tagesordnung. Der Zustand des Hauses, das überwiegend von den Vereinen genutzt wird, ist weiterhin besorgniserregend.

Die Sanitäranlagen zeigen immer noch ein sanierungsbedürftiges Bild. Zu den Fenster zieht es immer noch herein. Deshalb hatte ein Teil der Räte im Juli darauf bestanden, dass der Sachverständige Joachim Schuster die Mängel schriftlich fixieren und dem Gremium vorlegen sollte, um die erforderlichen Maßnahmen und Kosten besser einschätzen zu können. Diese Mängelliste erläuterte Schuster nun.

Um den Bestand zu erhalten oder zu verbessern, sagte Schuster, gebe es zwei Möglichkeiten. Entweder man saniert das Objekt in seiner Gesamtheit oder man repariert nur die Unzulänglichkeiten. Die zweite Variante bedeute, betonte Schuster, dass nach einigen Jahren mit einem wirtschaftlichen Totalschaden zu rechnen sei.

Schonungslos erläuterte Schuster das Ausmaß einer Sanierung. So ist es nötig, die aufsteigende Feuchtigkeit an den Außenwänden, die im Innenbereich zu großflächigen schwarz-grünen Verfärbungen führt, zu beseitigen. Man muss prüfen, wie hoch der Salzgehalt im Mauerwerk ist. Weiter müsste erst eine Diagnose erstellt werden, woher die Feuchtigkeit kommt und ob eine Ringdränage vorhanden ist. Schuster war der Meinung, dass eine Gesamtsanierung übertrieben ist, da das "Schwabachstüberl" nur sporadisch genutzt wird. Die Toiletten sowie Fenster ertüchtigen und für gleichbleibende Temperatur und gute Durchlüftung sorgen, das würde genügen, um den Bestand zu erhalten. Die Kosten hierfür werden auf 70 000 bis 100 000 Euro geschätzt.

Die Bürgermeisterin Gertrud Werner (UWG) schlug vor, die Räte mögen die Ausführungen noch einmal überdenken, um in der nächsten Gemeinderatssitzung darüber zu entscheiden.

Anbau für Mannschaftsbus

Die Feuerwehr Kleinsendelbach möchte einen Anbau für die Unterbringung eines Mannschaftsbusses bauen. Dazu stellten die Kommandanten Jochen Dressel und Florian Burkhardt die Beweggründe dem Gremium vor. "Wir sind hervorragend aufgestellt", berichtete Kommandant Florian Burkhardt, "wir haben 40 Aktive, davon 13 Atemschutzträger und 14 Kinder, die an die Arbeit in der Feuerwehr herangeführt werden." Um nicht auf Privat-Pkw angewiesen zu sein, benötige die Feuerwehr einen Mannschaftsbus, im Besonderen für den Transport von Atemschutzgeräten zur Prüfung nach Ebermannstadt, die nicht im Auto transportiert werden dürfen, sowie für den Transport der Kinder. Für die spätere Anschaffung des Kleinbusses werde der normgerechte Stellplatz benötigt. Der Gemeinderat ermächtigte Bürgermeisterin Gertrud Werner einstimmig, ein Planungsbüro mit der Antragstellung zu beauftragen. Sobald eine Baukostenschätzung vorliegt, ist diese dem Gemeinderat vorzulegen.

Wegen der Anschaffung von zwei Tragkraftspritzenfahrzeugen für die Feuerwehren Schellenberg und Steinbach ist es erforderlich, die Anzahl der Digitalfunkgeräte zu erhöhen. Das Gremium beschloss, sieben Digitalfunkgeräte für die Feuerwehr Kleinsendelbach zum Preis von 6047 Euro zu beschaffen.

Abwassergebühr wird gesenkt

Weiter beschloss das Gremium die Beitrags- und Gebührensatzung für die Entwässerung zu aktualisieren. Erfreulich bei der Kalkulation der neuen Gebühr sei, so Werner, dass darin bereits die geplanten Sanierungen in allen Ortsteilen mit rund 411 000 Euro finanziert werden können. Somit bleibt die Entwässerungsgebühr pro Kubikmeter Abwasser stabil und kann moderat von derzeit 2,45 auf 2,33 Euro gesenkt werden.

Bürgermeisterin Gertrud Werner berichtete von einer Sitzung der Initiative Ostast Stub (Stadtumlandbahn Erlangen). Zur Vorfinanzierung würden weitere Kosten auf die Gemeinde zukommen: für die Erstellung einer Kommunikationsstrategie circa 1500 Euro sowie für technische Planungsleistungen 14 500 Euro.

Dies lehnten die Räte mehrheitlich ab, da der Verteilungsschlüssel nicht passe. So zahlen Gemeinden wie Neunkirchen am Brand, Uttenreuth oder Eckental wesentlich weniger als Kleinsendelbach.

Abschließend informierte Bürgermeisterin Werner darüber, dass das Rathausserviceportal ab sofort online ist.

Das Kriegerdenkmal in Steinbach wird demnächst saniert. Die Gemeinde hat für den Straßenausbau eine Pauschale in Höhe von 10 000 Euro erhalten.