Im Milchhaus wurde geduscht
Autor: Fa
Kunreuth, Samstag, 15. Juni 2019
Der Vfl Dobenreuth feiert kommenden Sonntag sein 60-jähriges Bestehen: viel Geschichte und Kurioses.
Dobenreuth — Aufgeben gilt nicht. Dieses Motto haben sich auch die Vertreter des VfL Dobenreuth auf die Fahne geschrieben. Am Sonntag, den 23. Juni feiert der Verein sein 60-jähriges Bestehen.
Altlandrat Reinhardt Glauber übernimmt die Schirmherrschaft. Vorstand Jürgen Haller und sein Schriftführer Alfons Jakob werfen im Gespräch mit unserer Zeitung einen Blick zurück auf die Anfänge des Vereins und die heutigen Herausforderungen.
Der VfL durchlebte wechselvolle Zeiten. Am 28. November 1959 trafen sich Sportbegeisterte aus Dobenreuth in der Gastwirtschaft Weisel, um den Fußballverein ins Leben zu rufen. Er erhielt einstimmig den alten Namen VfL - Verein für Leibesübungen. Von 1929 bis 1936 gab es nämlich als Vorläufer einen Handballverein.
1961 wurde die C-Mannschaft gegründet und 1970 eine Flutlichtanlage installiert. 1980 gelang der Ersten Mannschaft die Meisterschaft in der C-Klasse, 1983 bildete der Verein eine Spielgemeinschaft C- und A-Jugend mit dem TSV Kunreuth.
Spielbetrieb eingestellt
Bereits 1987 stellte die 1. Mannschaft mangels Personal den Spielbetrieb ein. 1987 - 1993 gab es eine Alte Herren Spielgemeinschaft zwischen Dobenreuth und TSV Kunreuth.
1990 nahm Dobenreuth den Spielbetrieb der Ersten Mannschaft unter bescheidenen Verhältnissen wieder auf. Zur gleichen Zeit schloss das Vereinslokal, die einzige Gaststätte im Ort.
Das damalige Milchhaus musste zum Duschen herhalten. Fünf Jahre zogen sich die Spieler in einer provisorischen Holzbude am Sportgelände um. Zwischenzeitlich reifte der Plan eines Sportheimes. Der damalige Bürgermeister Reinhardt Glauber riet zu der Idee eines Gemeinschafthauses, welches in der Folge realisiert wurde.