Zwischen Jazz und Rock

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Die Marcus Marr Bigband begeistert bei jedem Konzert mit einem neuen Programm. Marcus Marr.
Die Marcus Marr Bigband begeistert bei jedem Konzert mit einem neuen Programm. Marcus Marr.
Die Gründung der Bigband beruhte auf einer Idee des Sängers Warren Hardy.
Die Gründung der Bigband beruhte auf einer Idee des Sängers Warren Hardy.
 

Morgen tritt die Marcus Marr Bigband in Höchstadt in der Fortuna Kulturfabrik auf

Vier Trompeten, vier Posaunen, fünf Saxophone und eine Rhythmusgruppe: Seit ihrer Gründung im Jahr 2008 begeistert die Marcus Marr Bigband bei ihren Konzerten Jazzfans. Nun tritt die Band in Höchstadt auf.

Schon vor Gründung der Bigband hat Marcus Marr gemeinsam mit Warren Hardy, der auch heute noch Sänger der Band ist, musiziert. Dessen Idee war es, Stücke auch in größerer Besetzung zu proben und vor Publikum zu spielen – und mit diesem Gedanken war bereits der Grundstein gelegt. Marr begann daraufhin, bei befreundeten Musikern nachzufragen, wer Interesse hätte. „Und dann hat sich eben diese Bigband herauskristallisiert“, erzählt der musikalische Leiter der Band.

Erstaunlich schnell sei das gegangen, denn als studierter Musiker kannte Marr viele, die Lust auf eine gemeinsame Band hatten. Bereits der erste Auftritt in Scheinfeld war ein voller Erfolg und hat die Band damit, wie Marr sagt, „gepusht ohne Ende“.

Südamerikanisch bis Pop

Die Besetzung hat sich im Laufe der Jahre vielfach verändert. Bestand das Repertoire zu Beginn vor allem aus Jazz, spielt die Band heute Musik aus verschiedensten Stilrichtungen: von Südamerikanisch über Filmmusik bis hin zu Rock und Pop.

„Die Band ist ja in erster Linie ein Hobby, da macht man natürlich das, was einem gut gefällt“, so Marr. Als Band, die etwa zur Hälfte aus professionellen und zur Hälfte aus sehr ambitionierten Hobbymusikern besteht, ist die Marcus Marr Bigband seit dem ersten Konzert immer weiter zusammengewachsen und hat sich professionalisiert. „Wir sind jetzt eine eingespielte Band“, erklärt Marr, „und immer, wenn wir etwas neu besetzen mussten, haben wir darauf geachtet, dass das sehr gute Musiker sind“.

Die Proben finden daher größtenteils projektbezogen, also als Vorbereitung auf die einzelnen Konzerte statt. „Es ist natürlich nicht leicht, 20 Leute gleichzeitig zu einer Probe zu kriegen“, erklärt Marr. Vor jedem Auftritt trifft sich die Band einige Male für je zwei bis drei Stunden.

In dieser Zeit wird nicht nur geprobt, sondern auch das Programm erstellt die Band vor jedem Konzert neu. „Es gibt natürlich ein paar Klassiker, die bei uns dazugehören, so wie ‚My Way‘ und ‚New York‘, aber ansonsten versuchen wir schon, Stücke zu spielen, die wir am jeweiligen Ort noch nicht gespielt haben“, so der Trompeter. Jährlich probt die Band etwa fünf neue Stücke, die dann das bereits bestehende Repertoire ergänzen. Die Konzerte bestehen etwa zur Hälfte aus reinen Instrumentalstücken und zur anderen Hälfte aus Songs, bei denen die Bigband den Sän-ger Warren Hary begleitet.

Für Marcus Marr sind für ein gelungenes Konzert zwei Aspekte wichtig: „Auf der einen Seite wollen wir unserem eigenen Anspruch gerecht werden, die Stücke so gut wie möglich zu interpretieren. Und das andere ist, dass wir natürlich hoffen, das Publikum zu erreichen. Und das gelingt uns, glaube ich, schon immer, dass wir eine gute Stimmung erzeugen“, findet er.

Um einen Zusammenhang zwischen den einzelnen Stücken zu erzeugen, moderiert Florian Willner, gleichzeitig das jüngste Bandmitglied, durch die Konzerte und erklärt, wie es zu den Stücken kam und worum es darin geht.

Die Marcus Marr Bigband tritt am Sonntag, 11. Oktober, um 17 Uhr in der Fortuna Kulturfabrik in Höchstadt auf. Einlass ist ab 16 Uhr. Tickets kosten im Vorverkauf 20 und an der Abendkasse 22 Euro.