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Zweites Hofweinfest ist voller Erfolg


Autor: Fränkischer Tag

, Sonntag, 06. Sept. 2026

Die beiden Weinpäpste von Herzogenaurach bieten Genuss und Stimmung in traumhafter Atmosphäre
Der Innenhof der Kunstschmiede Drebinger bietet die ideale Kulisse für das Hofweinfest.Gerd Ankermann


Seit einer Woche ausgebucht: ein toller Erfolg für die Neuauflage des Hofweinfestes in Herzogenauarch. Olaf Kaddatz, Besitzer von „LomBar - Der Laden“ in der Hauptstrasse 28, konnte wieder den Innenhof der Kunstschmiede Drebinger nutzen. Der liegt unmittelbar neben seiner Weinhandlung.

Ebenfalls wieder mit an Bord: Michael Dassler, Inhaber von „Das Dasslers“. Sein Ladengeschäft ist auf der Hauptstrasse 29, also nur einen Steinwurf entfernt. Die beiden Herzogenauracher Weinpäpste haben sich bereits letztes Jahr zusammengetan, um ein Hofweinfest zu organisieren. Das klare Ziel: im Herzogenauracher Veranstaltungskalender als dauerhafte Einrichtung wahrgenommen zu werden. Die Stadt hat ein eigenes Weinfest verdient, meinen auch die Besucher. Der Reiz des Weinfestes liegt darin, nicht nur in einem zauberhaften Ambiente ein paar schöne Stunden verbringen zu können, sondern auch die Gelegenheit zu haben, sich zu unterhalten.

Diesmal ohne Musik

Olaf Kaddatz weiß: In so einem geschlossenen Innenhof gilt es, die Akustik zu verstehen und zu nutzen. Letztes Jahr hatten sie noch Musik im Hintergrund gespielt, dieses Jahr haben sie darauf verzichtet. Die Gäste honorierten das. Nach Altstadtfest und Kerwa, wo ausreichend musikalisches Angebot vorhanden war, bot das Weinfest zwei gemütliche Abende im stimmungsvollen Ambiente mit vielen Lichterketten und illuminierten Pflanzen.

Auch eine Neuerung gegenüber der Premiere: Das Hofweinfest fand jeweils von 16 Uhr bis 23 Uhr statt, also eine Stunde länger als im Vorjahr. Dafür ist der Sonntag entfallen. Michael Dassler kommt mit einer kleinen Auswahl aus seinem Sortiment zum Weinfest : Grauburgunder, Weißburgunder, Riesling. „Burgunder gehen immer“, meint Dassler. Am späteren Abend kommen dann der Südtiroler Lagern und ein schöner Primitivo zum Einsatz, ergänzt um den eigenen Gin Tonic sowie Irischen Whisky.

Die LomBar legt eine umfangreichere Weinkarte vor. Spezialisiert auf die fränkischen Weiss- und Roséweine , ergänzt um Pfälzer Weine und edle Tropfen aus Südafrika. Da immer mehr alkoholfreie Weine nachgefragt werden, hat Kaddatz derlei ebenfalls im Angebot.

Was darf bei einem Weinfest ruhig fehlen? Bier, sagt der Weinkenner Dassler selbstbewusst.

Kaddatz freut sich darüber, dass seine „Entdeckerpakete“ gut ankommen. Erstmals hatte er Haushaltsmischungen nach verschiedenen Regionen beziehungsweise Weinsorten zum „Messepreis“ angeboten.

Für den kulinarischen Teil des Hofweinfestes konnte wieder Johannes Körner mit seinem „Bratworschtweggla-Grill“ engagiert werden, der dieses Jahr gemeinsam mit seiner Frau Cheyenne kam.

Eine Premiere gab es für Göster Hirche: Der Eventmanager brachte selbstgemachte Obatzter- und Rote-Beete-Humus-Brote mit. Für ein Weinfest eine gute Grundlage und die Chance, noch ein weiteres Glas zu verkosten.Das Wetter spielte an beiden Abenden ebenfalls mit, die launige Stimmung in der Innenstadt und die guten Speisen und Getränke sprachen sich schnell herum. Teilweise standen die Gäste bis auf die Hauptstraße. Etwa 75 Prozent Stammkunden hat Kaddatz ausgemacht, viele brachten noch Bekannte mit.

Nach zwei erfolgreichen Veranstaltungen in Folge hat das Hofweinfest die Chance, in Herzogenaurach zur Kultmarke zu werden.